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Zeitarbeit: Arbeitgeberverbände planen Fusion

Wende im Wettstreit der Branche: Zwei konkurrierende Arbeitgeberverbände planen eine Fusion – und ebnen den Weg für einen Mindestlohn. Doch die Seite der Gewerkschaften bleibt weiterhin gespalten.

Mit der Fusion zweier Arbeitgeberverbände werden Mindestlöhne wahrscheinlicher. Quelle: dpa
Mit der Fusion zweier Arbeitgeberverbände werden Mindestlöhne wahrscheinlicher. Quelle: dpa

BERLIN. Ein spektakulärer Zusammenschluss ordnet die Kräfteverhältnisse in der Zeitarbeitsbranche neu: Zwei bisher konkurrierende Arbeitgeberverbände – der Bundesverband Zeitarbeit (BZA) und der Arbeitgeberverband Mittelständischer Personaldienstleister (AMP) – wollen fusionieren. Das kündigten ihre Präsidenten Volker Enkerts und Peter Mumme am Wochenende an. „Es wird Zeit, dass die Personaldienstleister ihre Kräfte bündeln“, erläuterten sie den Plan.

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Damit bahnt sich auch das Ende eines heftigen Gerangels um die tarifpolitische Vormacht in der Branche an, der seit Jahren für Turbulenzen sorgt. An solchen Konflikten waren unter anderem diverse Anläufe der Großen Koalition zu einem Mindestlohn für Zeitarbeiter gescheitert – beide Lager hatten sich nie auf gemeinsame Standards einigen können. Der Politik fehlte damit die Basis, um einen Tariflohn für allgemeinverbindlich zu erklären.

Auch das ändert sich nun: Bereits in Kürze will der AMP mit seinem Tarifpartner auf Gewerkschaftsseite – dem Christlichen Gewerkschaftsbund (CGB) – einen Mindestlohn-Tarifvertrag schließen, der inhaltlich nachzeichnet, was der BZA bereits mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) vereinbart hat. Das bestätigte AMP-Hauptgeschäftsführer Thomas Hetz. Danach steigen die untersten Stundenlöhne in der Zeitarbeit bis 2012 stufenweise auf 8,19 Euro (West) und 7,50 Euro (Ost).

Bis dato war der Wettstreit der Arbeitgeberverbände stets Spiegelbild eines Machtkampfs zwischen den zwei Gewerkschaftslagern: Der DGB machte Tarifpolitik mit dem BZA für dessen Mitgliedsfirmen. Und parallel stellte sich der CGB den AMP-Firmen als Tarifpartner zur Verfügung. Dies begründete die quasi historische Spaltung der Branche.

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