Zeitarbeitsfirmen
Arbeitgeberpräsident wirbt für Mindestlohn

Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt hat für einen Mindestlohn für ausländische Zeitarbeitsfirmen geworben und widerspricht damit der FDP. Es gehe lediglich darum, die für deutsche Zeitarbeitsfirmen geltenden Lohnuntergrenzen auf ausländische Mitbewerber auszuweiten.
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HB BERLIN. Die FDP solle ihren Widerstand aufgeben, sagte Hundt der Zeitschrift "Super Illu" laut Vorabmeldung vom Samstag. Es gehe nicht um neue tarifliche Lohnuntergrenzen, sondern darum, die für deutsche Zeitarbeitsunternehmen geltenden Mindestlöhne auf ausländische Wettbewerber zu übertragen. "Das ist eine Aufgabe, der sich die FDP nicht verweigern sollte", sagte Hundt.

Hintergrund ist die ab Frühjahr 2011 geltende Freizügigkeit für Arbeitnehmer aus Osteuropa. "In den östlichen Nachbarländern gibt es Zeitarbeitsunternehmen, die mit Tarifverträgen von 4,80 Euro pro Stunde beabsichtigen, ab Mai 2011 in Deutschland aktiv zu werden", sagte Hundt weiter. "Das ist nicht akzeptabel." Gleichzeitig äußerte er volles Verständnis dafür, dass die FDP neue Mindestlöhne ablehne.

Hundt warnte, schon wenn nur wenige Hundert billige Leiharbeiter nach Deutschland kämen, würde dies die Zeitarbeit hier diskreditieren. Deshalb sollten die inzwischen flächendeckend gültigen tariflichen Lohnuntergrenzen ins Entsendegesetz aufgenommen werden, forderte der Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände.

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