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Bundeskartellamt zwingt Anbieter für Heizstrom zum Wettbewerb

Wer seine Wohnung oder sein Haus mit Strom beheizt, soll künftig vom Wettbewerb profitieren. Die Energiekonzerne müssen unter anderem Kalkulationen offenlegen, damit Konkurrenten die Marktchancen von eigenen Angeboten berechnen können.
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HB BONN. Wer seine Wohnung oder sein Haus mit Strom beheizt, soll nach Informationen des Bonner "General-Anzeigers" künftig vom Wettbewerb profitieren. Wie die Zeitung in ihrer Mittwochausgabe schreibt, zwingt das Bundeskartellamt die Anbieter von Heizstrom jetzt zur Marktöffnung. Die Energiekonzerne müssten unter anderem Kalkulationen offenlegen, damit Konkurrenten die Marktchancen von eigenen Angeboten berechnen können. Nutznießer der Liberalisierung seien rund 1,4 Mio. Haushalte bundesweit.

Genau ein Jahr lang hatte die Bonner Behörde dem Bericht zufolge den Markt für Heizstrom unter die Lupe genommen. Anlass war, dass es für Besitzer von Nachtspeicherheizungen so gut wie keine Möglichkeit gibt, den Stromlieferanten zu wechseln. Außerdem hatten die Versorger die Preise für Nachtstrom in den vergangenen Jahren drastisch erhöht. Das Bundeskartellamt untersuchte rund zwei Dutzend Versorger. Bei einigen ermittelte das Kartellamt überhöhte Preise.

Bußgelder verhängt die Behörde nicht, vereinzelt erstatten die Versorger aber ihren Kunden Geld zurück.

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  • Endlich eine positive Meldung zu diesem Thema.
    Seit 10 Jahren erhöht mir mein Anbieter EON kontinuierlich die Strompreise für meine Wärmepumpe.
    interessant wäre nun, welche Anbieter Rückerstattungen machen und in welcher Höhe?
    Und ab wann gibt es dann Wettbewerb auf dem Heizstrommarkt, d.h Wechselmöglichkeit?

    Leider ist die Stromlobby immer noch viel zu stark. bußgelder wären für diese moderne Form des Raubrittertums durchaus gerechtfertigt gewesen!

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