Zeitungsbericht
Bundesregierung plant Abwrackprämie für alte Heizungen

Um die 40 Millionen Haushalte in Deutschland könnten bald eine Prämie bekommen, wenn sie sich neue Heizanlagen anschaffen. Die Bundesregierung will so gegen veraltete und energiefressende Öl- und Gasheizungen kämpfen.
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BerlinDie Bundesregierung plant nach einem Zeitungsbericht eine Abwrackprämie für alte Öl- und Gasheizungen. Die „Bild“-Zeitung zitiert aus einem Gesetzentwurf, wonach Hauseigentümer künftig eine Einmalprämie erhalten sollen, wenn sie ihre alte Öl- oder Gasheizung gegen eine neue Anlage tauschen.

Zur Finanzierung werde eine Art Zuschlag von den Heizöl- und Gashändlern vorgeschlagen. Angaben über die Höhe der möglichen Prämie wurden nicht gemacht. Grundlage sei eine Reformierung des Wärmegesetzes (EEWärmeG).

Die deutsche Zentralheizungswirtschaft (VdZ) forderte bereits 2009 eine solche Prämie für alte Heizungen. Es werde in Deutschland noch zu häufig mit veralteter Technik geheizt, die unnötig viel Energie verbrauche und Kosten verursache, lautete die Begründung des Branchenverbandes der Heizungsbauer.

Betroffen wären rund 30 der 40 Millionen Haushalte in Deutschland, die mit Öl oder Gas heizten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Zeitungsbericht: Bundesregierung plant Abwrackprämie für alte Heizungen"

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  • @AdamSchmitz

    Genau so ist es. Die Heizungsbauer sind bereits überlastet, ich habe das letzte Jahr 4 Monate warten und betteln müssen, bis eine Arbeit im Wert von ca. 5000 Euro vom Heizungsbauer abgearbeitet wurde.

    Wird eine Subventionen jedoch zur Diskussion in den Raum gestellt, werden bereits fest vorgenommene Neuanschaffungen vom Verbraucher sofort zurückgenommen und so lange auf Eis gelegt, bis der Geldsegen kommt.

    Die Politiker sind keine Diplomaten, sie können ihren Mund nicht halten, ihre Mitteilungen sind oft kontraproduktiv bzw. kommen zur Unzeit und machen den Handwerkern das Leben unnötig schwer, wenn aufgrund der Diskussion in den nächsten 12-24 Monate die Aufträge ausbleiben und Kurzarbeitergeld gebraucht wird.

    Subventionen verzerren die kontinuierliche Nachfrage, siehe Nachfrageeinbruch im Kleinwagengeschäft, insbes. in Frankreich. Jeder Autohändler hatte sich aufgrund der damaligen Abwrackprämie um seine anschließende Auslastung und Beschäftigung seiner Mitarbeiter große Sorgen gemacht.

    Ihr Gewerkschafts- und Partei-Genossen, erst das Denken, dann die Folgen abwägen. Aber die Raffgier, man kann beim Vater Staat was abstauben, trübt den Blick.

    Einzelne machen ein Geschäft, alle Steuerzahler zahlen über die Umlage (z.B. Solaranlagen, eine Idee, welche von den oberschlauen Grünen gerne gesehen wird, wobei sich Fr. Künast für diese Umlage-Idee immer noch stark macht).

    Anschließend kommen die Herren Gabriel, Steinbrück und -meier und belasten das Haus oder die Eigentumswohnung mit einer Zwangshypothek zur Finanzierung vom Freizeit-Club Med.








  • Subventionswahn Deutschland
    Wann hören unsere Politiker endlich mit den Subventionen auf ? Es ist doch fast immer nur ein "Mitnahmeeffekt"! Derjenige der ohnehin eine neue Heizanlage benötigt, nimmt natürlich den Zuschuß mit! Wer in den letzten Jahren eine neue Anlage alleine bezahlt hat ist jetzt der Dumme! Die Finanzierung der Subventionen erfolgt doch nur über Steuererhöhungen oder Aufschlag in diesem Fall auf Heizöl und Gas!
    In Europa sollte ein generelles Subventionsverbot eingeführt werden und endlich das Thema "Schuldenabbau" - auch im Interesse unserer Kinder und Enkelkinder - angegangen werden!



  • Und wann gibt es endlich mal eine Abwrackprämie für Politiker?
    Nur, wohin sollen wir die entsorgen?
    Wer also zahlt uns die Abwrackprämie?
    Die alten Autos konnten ja noch nach Afrika exportiert werden, aber wer nimmt denn unsere Politiker?
    Die will man ja nicht mal in Dritte-Welt-Ländern

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