Zeitungsbericht
Konzerne lenken im Gasstreit ein

Im Gastreit zwischen Bundeskartellamtes und den 15 großen deutschen Ferngasunternehmen zeichnet sich nach einem Zeitungsbericht eine Kompromisslösung ab.

HB BERLIN. Nach Informationen der "Berliner Zeitung" signalisierten nach der Kasseler BASF- Tochter Wingas nun auch die anderen Großunternehmen um die E.ON- Tochter Ruhrgas, RWE und VNG ihre Bereitschaft, neue Gaslieferverträge mit Stadtwerken und anderen Endversorgern nur noch mit kürzeren Vertragslaufzeiten von zwei bis vier Jahren abzuschließen.

Im Gegenzug soll das Kartellamt in Aussicht gestellt haben, auf Eingriffe in bereits bestehende Gaslieferverträge mit zum Teil deutlich längeren Vertragslaufzeiten von bis zu 20 Jahren zu verzichten. Ursprünglich hatte Kartellamtspräsident Ulf Böge angedroht, solche Langfristverträge durch Untersagungsverfügungen außer Kraft zu setzen, falls die Unternehmen ihre Vertragspraxis im Neugeschäft nicht ändern würden.

Aus Sicht der Wettbewerbshüter sind die Langfristverträge mit den Endversorgern ein entscheidendes Hemmnis für mehr Wettbewerb. Denn dadurch werde die Nachfrage so stark eingeschränkt, dass es sich für potenzielle Investoren gar nicht lohne, mit eigenen Gas-Angeboten den etablierten deutschen Ferngasunternehmen Konkurrenz zu machen. Unter Verweis auf „die noch laufenden Gespräche“ wollten sich die Ferngasunternehmen der Zeitung zufolge zum erreichten Verhandlungskompromiss nicht äußern. Auch das Kartellamt habe eine Stellungnahme abgelehnt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%