Zeitungsbericht
Starker Anstieg bei rechtsextremen Straftaten

Die Zahl der Straftaten von Neonazis und anderen rechten Tätern ist 2005 einem Zeitungsbericht zufolge stark gestiegen. Die vorläufigen Zahlen der Polizei lägen um mehr als 30 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Zwei Bundesländer seien besonders betroffen.

HB BERLIN. In den ersten elf Monaten 2005 wurden knapp 9500 Straftaten gezählt, berichtete der Berliner „Tagesspiegel“. Die Zeitung berief sich auf eine Antwort der Bundesregierung auf Anfragen der Linkspartei. Die rechte Kriminalität konzentriere sich besonders stark in Sachsen und Nordrhein-Westfalen, wo die Polizei jeweils knapp 1700 Delikte registriert habe.

In Nordrhein-Westfalen verteilten sich die Straftaten auf 18 Millionen Einwohner, in Sachsen auf 4,3 Millionen. Die Zahlen seien noch nicht endgültig, da voraussichtlich noch zahlreiche Straftaten nachgemeldet würden.

Parallel zur rechten Kriminalität wachse offenbar auch die rechte Szene, berichtete die Zeitung. Der harte Kern werde von Sicherheitsexperten mittlerweile auf 4100 beziffert nach 3800 im Jahr 2004. Die rechtsextreme NPD habe die Zahl ihrer Mitglieder nach Einschätzung von Experten auf 6000 von 5300 gesteigert.

Dieser Zuwachs werde unter anderem auf die schlagzeilenträchtigen Provokationen der NPD-Fraktion im sächsischen Landtag zurückgeführt. Die mit der NPD verbündete DVU verliere dagegen wie die Republikaner an Rückhalt.

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