Zu schnell gefahren
NRW-Verkehrsminister Wittke tritt zurück

Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Wittke tritt von seinem Amt zurück. Der 42-jährige CDU-Politiker hatte in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen und Kritik aus den eigenen Reihen gesorgt, weil er in einer geschlossenen Ortschaft viel zu schnell gefahren war.

HB DÜSSELDORF. Verkehrsminister Wittke gehörte der Regierung von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) seit dem Regierungswechsel 2005 an. Er hatte in den vergangenen Jahren wiederholt mit provokativen Äußerungen für Verärgerung gesorgt. Rüttgers hatte Wittke vor weiteren Eskapaden gewarnt, wollte jedoch ursprünglich an seinem jüngsten Kabinettsmitglied festhalten.

Der CDU-Politiker war schon im vergangenen November im sauerländischen Meschede, einer Kreisstadt mit mehr als 30 000 Einwohnern, auf einer privaten Fahrt mit 109 Stundenkilometern statt der erlaubten 50 geblitzt worden und musste seinen Führerschein für acht Wochen abgeben. Rüttgers hatte sich besonders verärgert gezeigt, von dem peinlichen Fehlverhalten seines Ministers erst in der vergangenen Woche aus der Zeitung erfahren zu haben.

Die Raserei des Verkerhsministers war für die Opposition im nordrhein-westfälischen Landtag ein gefundenes Fressen. So sagte Jochen Ott, Vizechef der Landes-SPD: "An einem Freitagmorgen um 8 Uhr auf dem Weg zu einem privaten Jagdausflug mit 110 Stundenkilometern durch eine Ortschaft zu fahren, ist unverantwortlich." Wittke könne nicht mehr seiner Vorbildfunktion gerecht werden und sei als Verkehrsminister nicht mehr tragbar.

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