Zu teuer
Familienunternehmen warnen vor Mindestlohn

Geht es nach dem Verband der Familienunternehmer, sollte sich die Politik aus Lohndebatten heraushalten. Der Verband warnte vor dem Start der Koalitionsverhandlungen vor teuren Folgen für Wirtschaft und Bürger.
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BerlinVor Beginn der Koalitionsverhandlungen von Union und SPD haben die Familienunternehmen vor der Einführung eines einheitlichen Mindestlohns und Steuererhöhungen gewarnt. „Natürlich sagt jeder Bürger, man solle von seinem Geld auch leben können - aber differenziert nach Branchen und Regionen“, mahnte der Präsident des Verbandes Die Familienunternehmer, Lutz Goebel, in Berlin.

Es könne nicht Aufgabe der Politik sein, solche Dinge festzulegen, sondern es sei Sache der Tarifpartner. „Das halte ich für sehr, sehr kritisch“, sagte Goebel der Deutschen Presse-Agentur. Besonders betroffen von einem einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn von etwa 8,50 Euro wären laut Verband Schulabbrecher und Niedrig-Qualifizierte.

Die Gefahr einer großen Koalition ist Goebel zufolge immer, dass dies für Bürger und Wirtschaft teuer werde: „Da wird sehr viel verteilt, und am Ende fehlt das Geld und es werden Steuern oder Sozialabgaben erhöht.“ Es gebe überhaupt keinen Grund für Steuererhöhungen: „Die Steuereinnahmen sprudeln deshalb so, weil die Steuersätze vernünftig sind.“

Für die Energiewende dagegen ist eine große Koalition Goebel zufolge eine günstige Konstellation: „Die SPD ist industrienah genug, so dass vernünftige Lösungen möglich sind, die den Markt wieder in den Mittelpunkt nehmen.“ Auch müssten Schulden weiter abgebaut und Subventionen gleichmäßig nach dem Rasenmäherprinzip gekürzt werden.

Grundsätzlich müsse Schwarz-Rot die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands wieder in den Mittelpunkt stellen. „Das ist in den vergangenen zwei Jahren ein wenig aus den Augen verloren gegangen“, kritisierte der Familienunternehmer. Während andere Volkswirtschaften fitter werden, lebe Deutschland ein wenig von den Lorbeeren der Vergangenheit.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Zu teuer: Familienunternehmen warnen vor Mindestlohn"

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  • Da welche kommen sich NOCH BILLIGER VBERKAUFEN , da andre Kultur und andres Gefühl , wann Elend und DAS NUTZEN FASCHISTEN und NICHT Nazis und YUCH NICHT MENSCHEN , . . . Menschen SELBSTbewusst nur auf Ameise abgerichtet .

  • Zitat : " Es könne nicht Aufgabe der Politik sein, solche Dinge festzulegen, sondern es sei Sache der Tarifpartner. "
    SOWAS VERLOGENES ! Kein Kapitalist ist Partner von andren Kapitalist sondern jeder will Konkurrenz VERNICHTEN und wenn über Qualität NICHT MEHR ZÄHLT , eben über IMMER BILLIGERE Arbeitskräfte und auch NOCH BEI IMMER MEHR GEWINN ABSCHÖPFEN und wenn Monopol werden Steigende Lohnforderung NICHT VOM Gewinn abgezweigt sondern Produkt Teurer . . .

    DER sagt WAHRHEIT :
    http://www.youtube.com/watch?v=MfyKuhd2RrU
    R.A.D. - Wolfgang Grupp redet Tacheles!

    Mindestlohn für alle Pflicht , ist NUR Kalkulation Aufgabe und Kunde KANN NIRGENDS BILLIGEREN , wenn NICHT IM BETRUG , FINDEN , sondern nur mehr oder weniger Qualität . . .
    Aber gleicher Lohn geht NICHT BEI AUCH GLEICHER LEISTUNG VERLANGEN !° Und vom Gesetz festgelegt was Frau heben darf , bei Mann NICHT aber der macht sich Kreuz kaputt für GLEICHEN LOHN ?

    aber Ameisen so DUM unter Summe arbeitet eine Ameise NICHT sondern im Wettbewerb : " Ich arbeite NOCH BILLIGER . . . " TÄTER SCHRÖDER MIT SOMMER Gewerkschaften zu GEZWERKSCHAFTEN gemacht und Sommer als ERKANNTER TÄTER WIEDERGEWÄHLT ! VON ? UND ERST MIT Schröder hat Sommer FESTSUMME ALS LOHN , EGAL WIEVIELE Gewerkschafter NOCH KAPUTT MACHT . . .
    Schweizer Taschenmesser bleibt Schweizer Taschenmesser und Mercedes NICHT MEHR MERCEDES , denn nur WENIGE Jahre werden gebraucht bis Kunde MERKT , IST NICHT MEHR DIE QUALITÄT seit dem aus China kommt !!! Denn Qualität ist Kulturabhängig ! Und Namen den man sich als deutsches Produkt gemacht hat , ist SO SCHNELL KAPUTT GEMACHT und NIE WIEDER ZURÜCK ZU HOLEN !!! Oxymoron !!! IST NAME DANN VERSAUT WIRD mit dem kein Geld mehrt verdient . . .
    Frank Frädrich Atheist sich Gott da Gott Verstehen gelernt und SO MUSS ANTIZIONIST SEIN . . .

  • Das Problem des Mindestlohnes sehe ich weniger darin, daß der Niedriglohn-Sektor zu teuer wird, sondern eher darin, daß vorhandene, qualifizierte im Mittel- bzw. hochlohn-Bereich auf Mindestlohn-Niveau gesenkt wird.

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