Zuerst soll BA-Vorstand über umstrittenen Beratervertrag entschieden haben
Gerster soll Unwahrheit gesagt haben

Der Chef der Bundesanstalt für Arbeit, Gerster, gerät erneut unter Druck. Er soll vor dem Parlamentsausschuss die Unwahrheit gesagt haben.

HB BERLIN. Der Chef der Bundesanstalt für Arbeit (BA), Florian Gerster, hat dem Parlamentsausschuss möglicherweise nicht die Wahrheit über den Beratervertrag mit der PR-Firma WMP Eurocom gesagt. Aus einem Bericht des Rechnungshofes gehe hervor, dass zunächst der Vorstand über die Vergabe an WMP entschieden habe. Erst dann seien die zuständigen Beamten der Behörde eingeschaltet worden, berichtet das Nachrichtenmagazin «Spiegel».

Gerster hatte dagegen gesagt, die Beamten in seinem Haus hätten die Entscheidung, den Vertrag ohne Ausschreibung zu vergeben, zuerst abgesegnet. Der Staatssekretär im Wirtschaftsministerium sagte dem Magazin, die Bundesregierung prüfe nun, ob WMP einen Teil des Honorars zurückzahlen müsse.

Das Magazin "Focus" wirft Gerster außerdem vor, den Vertrag in einer Zeit geschlossen zu haben, als sich das öffentliche Image seiner Behörde im Vergleich zu seinem Amtsantritt deutlich verbessert habe. Gerster hatte stets argumentiert, der Vertrag sei ohne Ausschreibung vergeben worden, weil wegen des schlechten Images seiner Behörde dringender Handlungsbedarf bestanden habe.

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