Zugleich fordert Bundeswirtschaftsminister weitere Senkung der Unternehmenssteuern
Clement für höheres Rentenalter

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, das gesetzliche Rentenalter in der nächsten Legislaturperiode zu erhöhen. "Da denken manche an eine differenzierte Regelung. Ich persönlich halte eine generelle Anhebung von 65 auf 67 Jahre für besser", sagte Clement dem Handelsblatt.

HB BERLIN. Zunächst müsse, wie im SPD-Wahlmanifest vorgesehen, bis Ende 2008 die Frühverrentung abgebaut werden. Dann sei eine Entscheidung über das gesetzliche Renteneintrittsalter unumgänglich. Gewerkschaften und SPD-Linke lehnen eine Anhebung der Altersgrenze auf 67 Jahre entschieden ab.

Zugleich forderte Clement eine weitere Senkung der Unternehmenssteuern. Beim Jobgipfel im März hatten Regierung und Opposition verabredet, den Körperschaftsteuersatz von 25 auf 19 Prozent zu senken. Dafür trete er weiterhin ein. "In der Perspektive stelle ich mir sogar 15 Prozent vor", sagte der SPD-Politiker. Die CDU/CSU strebt in ihrem Wahlprogramm eine Senkung der Körperschaftsteuer auf 22 Prozent an.



Das vollständige Montags-Interview mit
Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD)
- am Montag im Handelsblatt

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Die neue Linkspartei wird nach Clements Einschätzung bei der Bundestagswahl klar hinter ihren aktuellen Umfragewerten zurückbleiben. Er sei zuversichtlich, dass diese Partei "deutlich unter zehn Prozent landet". Clement begründete dies mit der Persönlichkeit ihres Spitzenkandidaten Oskar Lafontaine: "Dieser Herr steht für alles und nichts." Lafontaine sei gegen die Wiedervereinigung und gegen eine Anhebung der Osteinkommen auf Westniveau gewesen. Auch habe Lafontaine einmal Arbeitszeitverkürzungen ohne vollen Lohnausgleich gefordert. "Und nun spielt er den Rächer der Enterbten", sagte Clement. "Ich bin sicher, dass die Wähler am Ende zu einem realistischen Urteil kommen werden."

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