Zukunftsplan für Großstädte Höher, enger, lauter

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Hendricks: „Wir brauchen Sportplätze in der Stadt“
Wo die Deutschen wohnen wollen – und wo lieber nicht
So nicht!
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Ein zerstörtes Haus an einem abgelegenen Waldweg in Mirow an der Mecklenburgischen Seenplatte: Das dürfte so ziemlich das letzte Objekt sein, nach dem deutsche Immobilieninteressenten suchen. Laut einer gemeinsamen Studie des Baufinanzierers Interhyp und dem Immobilienportal Immobilienscout24 zieht es die Deutschen in die Städte – und in deren Speckgürtel. Abgesehen von der Lage achten potenzielle Hauskäufer demnach auch auf die ärztliche Versorgung und die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Doch was schreckt Interessenten ab? Die fünf „No-Gos“ bei Immobilien.

Platz 5: Fehlende Garage/kein Parkplatz
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Erst einmal drei Kilometer laufen, bis man vom Parkplatz nach Hause gefunden hat? Für 22 Prozent der befragten Immobilieninteressenten kommt das nicht infrage. Eine Immobilie ohne angeschlossenen Stellplatz stellt damit für mehr als jeden Fünften ein absolutes Ausschlusskriterium dar.

Platz 4: Dunkle Räume/wenig Licht
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Was für diese beiden Störche gut genug ist, reicht vielen Hausbesitzern nicht: Immobilien mit schlechter Beleuchtung oder zu dunklen Räumen finden häufig keinen Käufer. Immerhin 25 Prozent der Befragten gaben an, eine Immobilie allein deshalb nicht kaufen zu wollen.

Platz 3: Kein Garten
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Ein Balkon mag schön sein, auf einen Garten wollen die meisten Hauskäufer trotzdem nicht verzichten. 27 Prozent der Immobilieninteressenten gaben an, bei fehlendem Garten von einem Hauskauf Abstand nehmen zu wollen.

Platz 2: Problematische Nachbarschaft
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Der AfD-Politiker Alexander Gauland sagte im Mai, er glaube nicht, dass eine Mehrzahl der Deutschen den Nationalspieler Jérôme Boateng gern in ihrer Nähe wohnen hätte. Viele antworteten darauf empört, neben Gauland wollten sie auch nicht wohnen. Das aktuelle Immobilienbarometer aber zeigt: Die Nachbarschaft ist Immobilienkäufern weniger wichtig geworden. Nur rund 36 Prozent gaben an, bei einer problematischen Nachbarschaft lieber ein anderes Objekt kaufen zu wollen. Im Immobilienbarometer 2010 waren es noch 64 Prozent.

Platz 1: Lärm
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Ärger mit den Nachbarn, keine Garage, zu wenig Licht – alles verschmerzbar, solange eines stimmt: die Lautstärke. Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) will auf den Kauf einer Immobilie verzichten, wenn sie nahe einer großen Straße oder einer anderen Lärmquelle liegt. Damit verdrängt der Lärm die problematische Nachbarschaft von Platz 1 der absoluten „No-Gos“ für Hauskäufer.

Wo die Deutschen wohnen wollen
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Wie die Umfrage des Baufinanzierers Interhyp und des Immobilienportals Immobilienscout24 ergab, wollen etwa die Hälfte der Deutschen Haus oder Wohnung am liebsten mitten in der Stadt kaufen. Die endgültige Entscheidung hängt aber von einer Reihe anderer Lagekriterien ab. Was Immobilienkäufern am wichtigsten ist.

Bislang gelten bei Gewerbelärm strengere Grenzwerte als bei Verkehrslärm, was der Zentrale Immobilien Ausschuss (ZIA) für überholt hält und deshalb für eine Angleichung auf dem Niveau von Verkehrslärm plädiert. Umweltschützer warnen allerdings davor, bewährte Lärmstandards in Deutschland ohne Not aufzugeben – vor allem, weil Verkehrslärm als schlimmste Lärmquelle überhaupt gilt.

Positiv in der Wohnungswirtschaft kommt an, dass nach dem Kabinettsentwurf künftig Bauvorhaben beschleunigt werden können, die über vorhandene Ortsrandlagen hinausgehen. Dieses beschleunigte Verfahren ist vorerst bis Ende 2019 befristet und gilt für Wohnbebauungspläne mit einer Grundfläche von bis zu 10.000 Quadratmetern. Auch Nutzungsänderungen zu Wohnzwecken sollen erleichtert werden.

Der GdW appellierte an die Koalition, im weiteren Verfahren die nach wie vor vorhandenen bürokratischen Anforderungen und streitanfälligen Regelungen im Baurecht auf ein Minimum zu beschränken. Das gelte vor allem für die geplante Verlängerung der Auslegungsfristen zur Beteiligung der Öffentlichkeit und die überhöhten Anforderungen an den Umweltbericht und die zu prüfenden Umweltfaktoren, die auch von der EU nicht vorgesehen seien.

In diesen Städten kauft der deutsche Geldadel
Platz 10: New York City
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Die US-Metropole New York landet in dem Ranking der Online-Plattform „Luxuryestate.com“ auf Platz zehn der beliebtesten Standorte für Luxusimmobilien der Deutschen. Demnach gaben die Deutschen im ersten Halbjahr 2016 im Schnitt 26 Millionen Euro für eine Luxusimmobilie aus, ein Plus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Metropole am Hudson River ist die bevölkerungsreichste Stadt der Vereinigten Staaten und einer der bedeutendsten Wirtschafts- und Finanzplätze der Welt.

Platz 9: Marbella
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Die spanische Großstadt Marbella an der Costa del Sol gilt als eine der Hochburgen des internationalen Jetsets. Sechs Prozent Zuwachs verzeichnete Marbella bei der Nachfrage an Luxusimmobilien durch deutsche Käufer. Zudem stieg die Zahlungsbereitschaft um 19 Prozent an. Seit der österreichisch-spanische Adlige Alfonso von Hohenlohe in den 1950er Jahren damit begann, die Stadt in den Kreisen der Reichen und Adligen zu vermarkten, erfreut sich Marbella stetig wachsender Beliebtheit als exklusive Feriendestination, auch bei den Deutschen.

Platz 8: Dubai
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Die Stadt am Persischen Golf ist nach wie vor ein beliebter Anlageort für deutsche Immobilienkunden. In der Wüstenmetropole gaben die Deutschen im Schnitt 16 Prozent mehr Geld für Luxusimmobilien aus als noch im Vorjahr. Dubai ist Hauptstadt des gleichnamigen Emirats, welches von Emir Muhammad bin Raschid al-Maktum beherrscht wird. Das Emirat ist Teil der Föderation der Vereinigten Arabischen Emirate. Erdölvorkommen in der Region haben den Staat reich gemacht und ermöglichen die Bewirtschaftung der Wüstengegend.

Platz 7: Palma
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Die Hauptstadt der spanischen Balearen-Insel Mallorca zählt laut „Luxuryestate.com“ ebenfalls zu den beliebtesten Städten für Luxusimmobilien bei den deutschen Kunden. Hier konnte bei der Nachfrage ein Plus von 18 Prozent im Vergleich zum Vorjahr eingefahren werden. Palma hat etwa 400.000 Einwohner und ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Mittelmeerinsel.

Platz 6: Saint-Tropez
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as ehemalige Fischerdorf an der französischen Côte d'Azur ist schon seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts Treffpunkt des internationalen Jetsets. Prominente und Reiche geben sich die Klinke in die Hand und die Jachten, Luxussportwagen, Restaurants und Geschäfte ziehen, neben den ausgedehnten Stränden, jährlich tausende Touristen an. Das angenehme Mittelmeerklima und die Nähe zu Großstädten wie Marseille oder Nizza machen den Hafenort auch für Deutsche attraktiv, die auf der Suche nach Luxusimmobilien sind. Hier wurde im ersten Halbjahr 2016 die stärkste Budgetsteigerung erreicht. Die Käufer waren bereit, im Schnitt 8,7 Millionen Euro für eine Immobilie auszugeben. Das ist eine Steigerung um acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Platz 5: Rio de Janeiro
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achDie brasilianische Metropole Rio de Janeiro erfreut sich nicht zuletzt infolge der Fußball-WM 2014 und der Olympischen Spiele 2016 zunehmend großer Beliebtheit. Die Nachfrage nach Immobilien im Luxussegment durch deutsche Käufer stieg im ersten Halbjahr 2016 um 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an. Die weltberühmten Sehenswürdigkeiten wie Zuckerhut, Christusstatue und Copacabana tragen zur Beliebtheit der Sechs-Millionen-Einwohner-Metropole bei.

Platz 4: Ibiza
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Die spanische Mittelmeerinsel Ibiza ist, genau wie ihre Nachbarinsel Mallorca, bei den deutschen Immobilienkäufern äußerst beliebt. Auf der Insel leben etwa 134.000 Einwohner, wichtigste Einnahmequelle ist der Tourismus. Während die Nachfrage der deutschen Luxusimmobilienkunden im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent anstieg, sank das durchschnittliche Budget um 26 Prozent auf 3,2 Millionen Euro.

Zusammen mit der Baurechtsnovelle hat das Kabinett auch eine Änderung der Sportanlagenlärmschutzverordnung beschlossen. Damit werden die Immisionsrichtwerte für die abendliche Ruhezeit sowie die nachmittägliche Ruhezeit an Sonn- und Feiertagen erhöht. „Die dichter werdende Stadt soll nicht auf Kosten des Sports wachsen“, sagte Hendricks. „Wir brauchen Sportplätze in der Stadt – für die Gesundheit, aber auch für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und für die Kinder, die nicht mal eben an den Stadtrand fahren können.“

Ein weiterer Aspekt der Baurechtsnovelle betrifft Ferienwohnungen. Hier gab es zuletzt Rechtsunsicherheit bei der Frage, ob in Wohngebieten Ferienwohnungen gebaut werden dürfen. Der Gesetzentwurf stellt klar, dass das grundsätzlich erlaubt ist. Zugleich werden aber die Steuerungsmöglichkeiten der Gemeinden ausgeweitet. Diese können vor Ort entscheiden, ob im Bebauungsplan Gründe gegen eine Ansiedlung von Ferienwohnungen sprechen.

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