Zum 1. Juli
Bundeskabinett genehmigt Rentenerhöhung

Insgesamt 20 Millionen Rentner haben ab dem 1. Juli mehr Geld zur Verfügung. Das Bundeskabinett billigte die angekündigte Erhöhung. Die Renten steigen im Westen um 1,67 und im Osten um 2,53 Prozent.
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BerlinDie gut 20 Millionen Rentner in Deutschland bekommen ab dem 1. Juli mehr Geld. Das Bundeskabinett beschloss am Mittwoch die angekündigte Erhöhung der Renten zum 1. Juli, wie Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin sagte. Im Westen steigen die Altersbezüge um 1,67 Prozent, im Osten um 2,53 Prozent. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) kritisierte die Rentenerhöhung als zu gering, die CSU verteidigte den Kabinettsbeschluss.

Die größere Steigerung in den neuen Ländern ergibt sich zum einen aus den dort höheren Lohnzuwächsen. Zum anderen wurden im Westen die nicht vorgenommenen Rentenkürzungen früherer Jahre durch einen Abschlag von dem in diesem Jahr eigentlich anstehenden Rentenplus ausgeglichen. Auf die Rentenkürzungen war seinerzeit verzichtet worden, obwohl sie wegen der Lohnentwicklung eigentlich notwendig gewesen wären.

„Würde der Nachholfaktor gestrichen, könnte dies zu einer spürbaren Verbesserung führen", erklärte SoVD-Präsident Adolf Bauer. Das jetzt beschlossene Plus gleiche die Kaufkraftverluste der vergangenen Jahre nicht aus. Diese summierten sich allein bei den West-Rentnern seit 2004 auf fast zwölf Prozent. „Hier besteht nach wie vor akuter Handlungsbedarf, um den sich die Bundesregierung nicht drücken darf.

Die Rentenanpassung orientiert sich an der Entwicklung der Bruttolöhne", erklärte der CSU-Sozialexperte Stephan Stracke. „Dies beweist einmal mehr die Stärke des Rentensystems in Deutschland." Er verwies zugleich auf die 2009 eingeführte Rentengarantie. Diese sehe vor, dass unterbliebene Rentenkürzungen in späteren Jahren mit positiven Rentenanpassungen verrechnet werden. Dieser Prozess war in den neuen Ländern 2012 abgeschlossen worden, in den alten Bundesländern wird Ausgleichsbedarf in diesem Jahr vollständig abgebaut.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • die 1.6% Erhoehung fuer Sklaven sind doch hoch.

  • An den Westrenten wird seit Jahren massiv herumgefummelt, ohne Klarheit. Der Nettoverlust von über 10 % aus den letzten Jahren ist eine große Schweinerei an den Rentnern. Inflationsausgleich hat es nie gegeben während er bei den Hartz-IV-Empfängern zur Pflicht gemacht wurde. Hauptsache die Diäten steigen zweistellig und die Pensionen werden heimlich spürbar erhöht. Dieser Politik kann man nicht mehr vertrauen. Darum alternativ wählen!

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