Zum 60. Geburtstag der Kanzlerin

Ist Merkel nur noch „Mutti auf Abruf“?

Am Donnerstag wird Angela Merkel 60 – das heizt die Debatte um ihre Zukunft erneut an. Kritik perlt an der „Welt-Mutti“ konsequent ab, sie definiert bereits die Linien über 2017 hinaus. Alternativen sind rar.
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Angela Merkel in einem Münchener Bierzelt im Mai 2013: Am Donnerstag feiert die deutsche Bundeskanzlerin ihren 60. Geburtstag. Quelle: Reuters

Angela Merkel in einem Münchener Bierzelt im Mai 2013: Am Donnerstag feiert die deutsche Bundeskanzlerin ihren 60. Geburtstag.

(Foto: Reuters)

BerlinWenn der Konstanzer Historiker Jürgen Osterhammel am 17. Juli im Konrad-Adenauer-Haus ans Pult schreitet, wird er nicht nur einen Vortrag mit dem sperrigen Titel „Vergangenheiten: Über die Zeithorizonte der Geschichte“ halten. Er leistet auch einen wichtigen Beitrag zum gewünschten Image von Angela Merkel. Zum 50. Geburtstag hatte die CDU-Vorsitzende noch einen Hirnforscher reden lassen, weil sich die ostdeutsche Protestantin nicht groß feiern lassen wollte. Zum 60. Geburtstag ist die subtile Botschaft nach außen: Auch nach achteinhalb Jahren Regierungszeit ist Merkel immer noch dieselbe. Andere mögen rauschende Partys geben. Die Physikerin dagegen will, dass sie und ihre Gäste etwas lernen.

Doch der Eindruck reiner Kontinuität und professoraler Biederkeit täuscht. Denn nach einem halben Jahr ihrer dritten Amtszeit als Regierungschefin prägen zwei andere Aspekte das Bild der ersten deutschen Kanzlerin: Zum einen erhält sie auf internationalem Parkett einen unverkennbaren Star-Status. Weil die Innenpolitik derzeit vor allem aus der Umsetzung eines detailliert vereinbarten Koalitionsvertrages besteht, rätseln viele, was sie bis 2017 in Europa und der Welt vorhat.

Zum anderen aber wabert seit der Bundestagswahl eine Nachfolgedebatte durch die Republik. Und die, so räumen auch ihre Mitarbeiter und Parteifreunde ein, dürfte sie nicht mehr loslassen – schon weil niemand weiß, wie lange Merkel eigentlich im Amt bleiben möchte. Dabei gibt es immer mehr Hinweise, dass sie gerade aus der Außenpolitik eine längerfristigere Perspektive ableitet – auch für ihre Kanzlerschaft. Kein Zufall also, dass mit Osterhammel ein Historiker ausgewählt wurde, der ein Spezialist für Weltgeschichte und nicht für bundesrepublikanische oder europäische Nabelschau ist. Der „Spiegel“ nährte die Merkel-Spekulationen am Sonntag mit einem Bericht, wonach die Kanzlerin vor dem nächsten Wahltermin freiwillig zurücktreten könnte.

Erst Europa, nun die Welt?
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12 Kommentare zu "Zum 60. Geburtstag der Kanzlerin: Ist Merkel nur noch „Mutti auf Abruf“?"

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  • Lothar de Maizaire (IM Cherny) holte Frau Merkel in die Partei DA "Demokratischer Aufbruch", von wo sie direkt an die Seite von Kohl wechselte als "Kohls Mädchen" oder Abrissbirne-Deutschland, sozusagen.

    ??????

    Da bringen Sie alles durcheinander. Nach ihren vielen Biographien war sie Pressesprecherin des DA, gegründet vom Stasi-IM Schnur und vom KGB gesponsort für den Verbleib der DDR im Sowjetimperium. Aber die DDRler hatten davon die Nase voll. Nur 0,8 % gaben Frau Merkels DA ihre Stimme. Nach in der Wahlnacht hat sie ihr Intimus bis heute, der Thomas de Maiziére mit zur Siegerparty seines Cousins Lothar genommen und sie ihm vorgestellt. Damit nahm das elende Schicksal von Deutschland seinen Verlauf. „Abrissbirne Deutschlands, sozusagen.“
    Wenn sie jetzt aus Einsicht verschwindet, hat Deutschland vllt noch eine Chance, sich aus der Schuldenknechtschaft von EU, Euro, ESM und EZB zu befreien. Die AfD hat sich dies als oberstes Ziel gesetzt.

  • @Marc Hoffmann,

    Sie haben die Orientierung verloren und 'Links' mit 'Oben' verwechselt.

    Seit wann ist der finanzkapitalistische ESM links oder gar sozialistisch? Der ist doch 'ganz oben' bei den Superreichen angebunden. Fragen Sie doch den ESM-Gouverneur Schäuble, von wem er sein Honorar von über einer Mio. Euro unversteuert auf ein Nummernkonto in einer anonymen Steueroase überwiesen bekommt. Sicher nicht von Sozialisten. Lächerlich!
    Haben Sie noch nie etwas von Überläufern oder Konvertiten gehört ? Die sind doch nachher die ideologischsten und eifrigsten, wie eben die Frau Merkel.


  • Ja was wäre sie denn heute?
    Sie wäre strammes Mitglied im Politbüro

    ??????

    Sie wäre die Erste Vorsitzende ...
    wie heute in der BRD, wo sie die Große Vorsitzende der Großen Koalition geworden ist. Obwohl sie am 22.09.2013 von den 62 Mio. Deutschen Wahlberechtigten mehrheitlich als Kanzlerin abgewählt worden ist, mit 311:320 (Merkel : Opposition).

  • Wird die Rente nicht mit 63 sondern nach 45 Dienstjahren realisiert, hat sie noch etwas Zeit oder kann einen Zweitjob annehmen.

    So wie es den Rentnern unterstellt wird, dass sie nicht aus Geldnot sondern weil sie gerne noch arbeiten möchten, könnte man auch ihr unterstellen, dass auch Frau Merkel gerne noch für die Tafel in unserem Land arbeiten würde.

    Sei könnte sich dann sogar noch Hoffnungen machen, für die Arbeiten im Ehrenamt einen Handschlag vom Bundespräsidenten zu erhalten.

  • Das ist höchste Zeit.
    Wie lange will sie noch mit ihrem Hosenanzug auf dem Kanzlersitz kleben bleiben.
    In den meisten Demokratien ist nach zwei Perioden Schluss.

  • Der polit. Autor Wiezorekt warf in einem seiner Bücher, in dem er sich mit Merkel beschäftigt, mal die Frage auf, "was wäre Merek denn heute, wenn die Mauer nicht gefallen wäre?"
    Die Antwort überlässt er uns Lesern
    Ja was wäre sie denn heute?
    Sie wäre strammes Mitglied im Politbüro

  • Marc Hoffmann
    Honecker wäre mit Merkel sehr zufrieden

  • Wann "dankt Königin Merkel" endlich ab ??

    ---

    Frau Merkels Vater als "Pfarrer im Sozialismus" war gut befreundet mit Pfarrer Gauck aus Rostock. Merkels Vater hatte zu DDR-Zeiten die Aufgabe, die (überwachte) "Kirche im Sozialismus" aufzubauen, wie man lesen konnte. Also innerhalb der Kirche IM's zu werben und politisch zu überzeugen, denn von da ging der innere Widerstand gegen das SED-Regime los (Schwerte zu Pflugscharen, Ausreiseanträge, Familienzusammenführungen usw). Das war Honnecker ein Dorn im Auge und er liess die Kirche unterwandern und überwachen.

    Auch der DDR-Widerstandler und KPD-Mitglied Havemann wurde von der Stasi damals belagert und bekam Ausgangsverbot, aber Frau Merkel durfte als Freundin der Familie Havemann ungehindert zu ihm. Warum eigentlich ?

    Lothar de Maizaire (IM Cherny) holte Frau Merkel in die Partei "Demokratischer Aufbruch", von wo sie direkt an die Seite von Kohl wechselte als "Kohls Mädchen" oder Abrissbirne-Deutschland, sozusagen.

    Lesenswert dazu

    http://www.chronik-berlin.de/news/merkel_02.htm

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    Die Stasi wurde nach der DDR doch vom NSA übernommen - damit die Deutschen weiter überwacht werden können. Die wurde NIE aufgelöst ... darum lief auch alles so ruhig ab 1989.

    Jetzt sind Merkel, De Maizaire, Gauck (IM's und ex-Stasi) an der Macht um uns zu "beherrschen". Die DDR-Unterdrückung wurde auf ganz Deutschland ausgeweitet.


  • Die Überschrift ist sowohl als Hoffnungsschimmer aber auch als versteckte Drohung zu verstehen.

    Daß sich die Kanzlerin und ihr devotes Gescherr nicht nur in der Finanzkrise verzockte, zeigt sich in der anhaltenden Entwicklung.

    Mit irgendwelchen Nachfolgekreaturen nebulös zu drohen, sehe ich angesichts derzeitigen Zustands Berliner Parteipolitik als Schritt vor Ausrufung der Notstandsgesetze. Die Kanzlerin und Gefolgschaft verbreiten Angst und Schrecken.
    So sichert man sich die Wiederwahl.


    Mit Ausbruch Eurocrash tanzt die Dame im Ruecktwärtsschritt. Gut zu wissen.

  • @Herr Marc Hofmann
    Woher sollte die Dame etwas anderes denn kennen? Sie wuchs in der DDR auf, wurde da geprägt und handelte eben wie sie es gelernt hat. Dies trifft gleichfalls auch Gauck zu.

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