Zur Jahresmitte
Rente wird um knapp ein Prozent erhöht

Fast ein Prozent mehr Geld bekommen die etwa 20 Millionen deutschen Rentner ab Mitte des Jahres. Die Erhöhung fällt allerdings nicht so hoch aus, wie die Lohnentwicklung es eigentlich vorgibt.
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Berlin Die gut 20 Millionen Rentner erhalten zur Jahresmitte knapp ein Prozent mehr Geld. Dies beschloss das Bundeskabinett am Mittwoch in Berlin und folgte damit einer Vorlage von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU). Der Aufschlag von genau 0,99 Prozent in Ost und West ergibt sich aus dem deutlichen Anstieg von Löhnen und Gehältern im vergangenen Jahr. Bei einer Monatsrente von 900 Euro gibt es künftig neun Euro mehr, bei 1200 Euro sind es zwölf Euro.

Eigentlich hätte die gute Lohnentwicklung rechnerisch zu einer doppelt so hohen Rentensteigerung führen müssen: Das mögliche Rentenplus von 1,99 Prozent wurde aber halbiert, um einen Überhang aus unterbliebenen Rentenminderungen in den Vorjahren abzubauen. Die Anhebung war bereits Mitte März angekündigt worden.

Den Ausgleichsbedarf wegen des früheren Verzichts auf Kürzungen gibt das Arbeitsministerium mit derzeit 3,81 Prozent im Westen und 1,83 Prozent im Osten an. Er ist entstanden durch die Rentenschutzklausel, die bei schwacher Lohnentwicklung die Rentner vor Kürzungen schützt. Diese Klausel sorgte also dafür, dass die Rentner im Westen gegenwärtig 3,81 Prozent mehr bekommen als ihnen ohne Rentengarantie zustünde. Im Osten sind es 1,83 Prozent.

Dieser Überhang wird nun durch die halbierten Zuwächse nach und nach abgeschmolzen. Er verringert sich zum 1. Juli im Westen auf 2,85 Prozent, im Osten auf 1,43 Prozent. In den kommenden Jahren wird er weiter abgebaut, indem mögliche Rentenerhöhungen nur zur Hälfte weitergegeben werden. Die Rentner bezahlen damit die Rentengarantie also im Nachhinein.

Grundlage der Rentenanpassung ist die Lohnentwicklung des vergangenen Jahres. Sie fiel mit plus 3,10 Prozent im Westen und 2,55 Prozent in Ostdeutschland recht kräftig aus. Allerdings sorgen Dämpfungsfaktoren dafür, dass die errechneten Werte für die Rente um 1,1 Prozentpunkte auf 1,99 Prozent nach unten korrigiert werden. Der verbleibende Rest wurde dann noch halbiert.

In Ostdeutschland wäre dabei laut Ministerium sogar nur eine Rentenerhöhung von 0,71 Prozent herausgekommen. Aufgrund einer besonderen Schutzklausel Ost müssen die Renten in den neuen Ländern aber mindestens um denselben Prozentsatz steigen wie im Westen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Zur Jahresmitte: Rente wird um knapp ein Prozent erhöht"

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  • Hallo Tom, die vielen Lügen der Politiker scheinen bei Ihnen Früchte zu tragen! Nicht die Rentner haben die Rentenkasse geplündert, sondern die diversen Regierungen haben immer einen kräftigen "Schluck aus der Pulle" genommen und damit die Haushaltslöcher im Bundeshaushalt gestopft! Aufbau der Bundeswehr aus der Rentenkasse, Kosten der Wiedervereinigung usw.! Das sind allein bis 2002 rd. 400 Mrd. Euro gewesen! Danach wurde unter Schröder keine Listen mehr geführt! Ist alles belegbar! Erst richtig informieren und dann große Töne spucken! Geben Sie doch mal "Griff in die Rentenkasse" bei Google ein! Nicht die "Alten plündern", sondern die Politikerinnen und Politiker! Man kann dies auch "Veruntreuung von anvertrauten Geldern" nennen!!!!

  • Liebe Rentner lebt Ihr noch oder hat Merkel Euch schon
    ausgehungert .

    Mit Katzenfutter u. Leitungswasser müsst Ihr Euch zur
    Speisung abfinden.

    Aber jetzt kommt eine dicke Rentenerhöhung von 0.99% .

    Dann könnt Ihr leben wie Gott in Frankreich .

    Fazit:Das heisst , Rentner haben eine Minusrentenerhöhung
    dank dem Euro.

    Ackermann u. Konsorten machen die grossen Gechäfte .

    Merkel u.Schäuble sind die Gehilfen der Banker .Pfui !

  • Mindestens Inflationsausgleich?
    Mussten die Rentner denn einen Deflationsausgleich, der vergangenen Jahre hinnehmen? nein.
    Ergo ist der Kompromiss eines geringeren Wachstums in Hinsicht auf die arbeitende Bevölkerung mehr als gerecht.
    Zumal die Rente nicht anhand der Inflation sondern an der Lohnentwicklung bemessen werden soll.
    Da die Lohnentwicklung der Infaltion aber hinterher hickt, ist es logisch, dass dann die Rente nicht stärker erhöht werden darf - und noch einmal - als das Lohnniveau sank, wurde die Rente auch nicht gekürzt.

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