Zusätzliche Milliardensumme
Steinbrück winkt sattes Steuerplus

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Prognosen für die Steuereinnahmen im laufenden und im kommenden Jahr nach oben korrigiert. Der Bundesfinanzminister kann demnach 2007 wie auch 2008 mit zusätzlichen Milliarden rechnen.

DÜSSELDORF. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und seine Länderkollegen können dieses Jahr mit Steuermehreinnahmen von etwa sechs bis sieben Mrd. Euro rechnen. Nach Berechnungen der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute steigt das Plus gegenüber der letzten Steuerschätzung im nächsten Jahr auf bis zu zehn Mrd. Euro.

Da allerdings bei der letzten Schätzung im Mai die Unternehmensteuerreform noch nicht berücksichtigt wurde, wird das Steuerplus unter dem Strich auf drei bis vier Mrd. Euro zusammenschrumpfen. Diese Daten ergäben sich aus dem Herbstgutachten, das die Institute letzte Woche vorgelegt hatten, erfuhr das Handelsblatt aus Institutskreisen. Traditionell werden im Herbstgutachten nur Daten aus der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung veröffentlicht, nicht aber die haushaltsrelevanten Daten aus der Finanzstatistik.

Die Institute rechnen für das laufende Jahr mit gut 540 Mrd. Euro Steuereinnahmen. 2008 dürften die Einnahmen dann auf etwa 558 bis 559 Mrd. Euro steigen, hieß es weiter. Die nächste Steuerschätzung wird am 7. November bekanntgegeben. Neben den Instituten sind dort Finanz- und Wirtschaftsministerium, Bundesbank, Statistisches Bundesamt, Sachverständigenrat, Länder und Kommunen vertreten. Üblicherweise prägen die Institute das Ergebnis entscheidend mit. Da bis Anfang November keine neuen Finanzdaten zu erwarten sind, dürfte die Steuerschätzung sehr nahe beim Herbstgutachten liegen.

Auch die Wachstumsprognose der Regierung, die diese Woche beschlossen wird, dürfte mit rund 2,5 Prozent in diesem und zwei Prozent im kommenden Jahr „sehr in der Nähe der Institute“ liegen, hieß es aus dem Finanzministerium. Maßgeblich verantwortlich für das Steuerplus sind neben der Lohnsteuer vor allem auch die gewinnabhängigen Steuern. Nach drei Quartalen liegen die von Unternehmern gezahlte veranlagte Einkommensteuer, die Körperschaftsteuer und der Zinsabschlag deutlich über Plan.

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