Zusammenhang mit Fischer-Affäre unklar
Landesbeamter gesteht Visa-Einladungen

Ein ranghoher Mitarbeiter der Brandenburger Staatskanzlei in Potsdam hat Osteuropäer mit Einladungen nach Deutschland versorgt, damit sie einfacher an Visa kommen. Der Beamte ist supendiert.

HB POTSDAM. Ein hoher Mitarbeiter der Brandenburger Staatskanzlei hat eingeräumt, im Alleingang dienstliche Einladungen an Osteuropäer ausgestellt zu haben.

Der Großteil dieser insgesamt 58 Einladungen habe zu Visa-Erteilungen durch die deutsche Botschaft in der Ukraine geführt, teilte die Ermittlungsgruppe Korruption am Freitag in Neuruppin mit. Er habe aber nicht den Verdacht bestätigt, dafür Geld angenommen zu haben.

Am Donnerstag waren Dienstakten des Mannes sichergestellt und seine Wohnung durchsucht worden. Der Hintergrund für die Ausstellung der Einladungen war zunächst unklar. Ein Regierungssprecher in Potsdam hatte am Donnerstag gesagt, ein Zusammenhang des Falles mit der Visa-Affäre um Außenminister Joschka Fischer (Grüne) sei „extrem konstruiert“.

Der Beamte wurde nach Angaben der Staatskanzlei inzwischen vom Dienst suspendiert und erhielt Hausverbot. Bei dem Verdächtigen handelt es sich nach Presseberichten um den für Osteuropa und die GUS zuständigen Referatsleiter.

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