Zusatzbeiträge bei Krankenkassen
Grüne warnen vor Abzocke der Versicherten

Die Krankenkassen geben ihre Zusatzbeiträge für 2015 bekannt. Vorerst dürfte es kaum Überraschungen geben. Doch die Grünen warnen: Langfristig rollen enorme Kosten heran – die vermutlich die Versicherten zahlen werden.
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BerlinDie Grünen haben vor einem massiven Anstieg der Krankenkassenbeiträge in den kommenden Jahren allein zulasten der Versicherten gewarnt. „Mit den Zusatzbeiträgen hat die Bundesregierung alle künftigen Ausgabensteigerungen allein den Versicherten aufgebürdet“, sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der Grünen-Bundestagsfraktion, Maria Klein-Schmeink, der Deutschen Presse-Agentur.

Zum 1. Januar wird der allgemeine Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf 14,6 Prozent (bisher 15,5 Prozent) festgesetzt. An die Stelle des bisherigen Sonderbeitrags von 0,9 Prozentpunkten tritt ein Zusatzbeitrag, über dessen Höhe jede Kasse selbst entscheidet. Es wird erwartet, dass der überwiegende Teil der rund 130 gesetzlichen Krankenkassen in den nächsten Tagen ihren Zusatzbeitrag für 2015 in ähnlicher Höhe bekanntgeben werden.

Kassen, deren Zusatzbeitrag diesen durchschnittlichen Wert (2015: 0,9 Prozent) übersteigt, müssen ihre Mitglieder ausdrücklich darauf hinweisen, dass es eine günstigere Kasse gibt. Die Versicherten haben dann ein Sonderkündigungsrecht. Klein-Schmeink sagte dazu: „Wenn die Bundesregierung mit der „Geiz-Ist-Geil-Methode“ jetzt auf die billigsten Krankenkassen verweist, versucht sie nur darüber hinwegzutäuschen, dass die Zusatzbeiträge aller gesetzlichen Kassen künftig nur eine Richtung kennen: steil aufwärts.“

In den Folgejahren rechnen Experten mit einem deutlichen Anstieg der Sätze. Klein-Schmeink erwartet schon bis 2017 Zusatzbeiträge von 1,4 bis 2 Prozentpunkten, was dann einem Gesamtbeitrag von bis zu 16,6 Prozent entspräche. „Die Versicherten sehen dabei gleich doppelt in die Röhre: Die Beiträge steigen, zugleich werden Kassen Leistungen und Service zusammenstreichen, um im harten Preiswettbewerb nicht das Nachsehen zu haben.“

Die Betriebskrankenkasse Verkehrsbau Union (BKK VBU) setzte ihren Zusatzbeitrag bereits auf 0,9 Prozentpunkte fest. Damit liege der Beitrag der Kasse ab 1. Januar insgesamt bei 15,5 Prozent und bleibe damit unverändert gegenüber dem bis zum Jahresende geltenden allgemeinen Beitragssatz, hieß es.

Nach Informationen des „Handelsblattes“ will die Techniker Krankenkasse (TK) von der Möglichkeit, ihren Beitrag zu senken, nur vorsichtig Gebrauch machen, obwohl sie mit 3,1 Milliarden Euro die höchsten Rücklagen hat. Statt bisher 15,5 Prozent sollen die acht Millionen Versicherten vom 1. Januar an 15,4 Prozent zahlen. Formell beschlossen werden soll der neue Beitrag am Freitag. Barmer und DAK planen den Angaben zufolge, trotz ihrer schwierigen Finanzlage im nächsten Jahr bei 15,5 Prozent Gesamtbeitrag zu bleiben.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Zusatzbeiträge bei Krankenkassen: Grüne warnen vor Abzocke der Versicherten"

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  • Diese grünen Schreihälse sollen einfach den Mund halten und sich in Erinnerung rufen, wer hier wen abzockt. Scheinbar haben sie völlig vergessen, daß jeder Bürger dieses Landes für deren Klientel, über die von ihnen mit der SPD etablierten EEG-Zwangsabgabe, in diesem Jahr 300 € zu zahlen hat, für nichts. Bei der von den Grünmännchen angeprangerten „Abzocke“ der Versicherten gibt es wenigstens einen Gegenwert, der der eigenen Gesundheit dienen kann. Nach dem Motto; einer für alle, alle für einen.

  • Naja, wo se recht ham hamse recht. Dafür muss man aber nicht besonders schlau sein. Hat die Arbeitgeberlobby mal wieder ganze Arbeit geleistet.

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