Zuverdienst-Jobs in der Kritik
IW: Hartz IV senkt Anreiz zur Stellensuche

Nach Einschätzung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) nimmt die geplante Entlohnung bei gemeinnützigen Tätigkeiten Arbeitslosengeld-II-Empfängern den Anreiz, eine reguläre Beschäftigung aufzunehmen.

HB BERLIN. „Um das gleiche verfügbare Erwerbseinkommen mit einer Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt zu erzielen, müssten die Hilfeempfänger je nach Haushaltszusammensetzung einen Stundenlohn von acht bis zwölf Euro erwirtschaften“, schrieb das arbeitgebernahe Institut am Mittwoch in seiner wöchentlichen Publikation. Viele Langzeitarbeitslose dürften aber keine reguläre Arbeit zu einem solchen Lohn finden. „Hartz IV plus Zulage fördert somit Sozialhilfekarrieren, statt sie zu beseitigen“, folgerte das IW.

Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) rechnet damit, dass etwa jedem fünften Langzeitarbeitslosen eine Arbeit mit einem Verdienst von einem Euro pro Stunde angeboten werden kann. Mehrere karitative Einrichtungen haben angekündigt, Arbeitsmöglichkeiten mit einem Stundenlohn von ein bis zwei Euro anbieten zu wollen.

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