Zuwanderer-Stopp
Die „verheerenden Signale“ des Horst Seehofer

Mit seiner Forderung nach Zuzugsbeschränkungen für Türken und Araber erntet CSU-Chef Horst Seehofer weiterhin Kritik – nicht nur aus den Reihen von CDU und FDP. Der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), warnte vor den Folgen eines Stopp von Zuwanderung aus „anderen Kulturkreisen“.
  • 7

DÜSSELDORF. „Wer Deutschland abschotten will, verkennt die Probleme unseres Landes“, sagte Driftmann Handelsblatt Online. „Wir brauchen qualifizierte Zuwanderung aus aller Welt. Schon jetzt fehlen hierzulande 400.000 Fachkräfte - Tendenz steigend.“

Zuwanderung sei zwar „kein Allheilmittel“, aber sie sei sie als Teil einer Gesamtstrategie gegen Fachkräftemangel unabdingbar, betonte der DIHK-Präsident. „Daher müssen wir über weitere Erleichterungen nachdenken.“ Der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Frank-Jürgen Weise, habe völlig Recht, wenn er sage, Deutschland könne hierbei von den Erfahrungen aus Ländern wie Australien und Kanada als traditionellen Zuwanderungsländern nur profitieren. Dort orientiere man sich an Qualifikation, Sprachkenntnissen und Berufserfahrung.

Driftmann schlug zudem weitere Lockangebote vor. „Kurzfristig wäre neben der Absenkung der Einkommensgrenzen auch ein Verzicht auf die Vorrangprüfung beispielsweise bei Ingenieuren und IT-Experten aus der ganzen Welt ein pragmatischer Schritt“, sagte der DIHK-Chef. „Wer als gut Qualifizierter nach Deutschland in ein Unternehmen kommt, der ist nach unserer Erfahrung auch schnell integriert.“

Seehofer hatte in einem Interview gesagt, Zuwanderer aus anderen Kulturkreisen wie aus der Türkei und arabischen Ländern täten sich schwerer bei der Integration. Daraus ziehe er den Schluss, „dass wir keine zusätzliche Zuwanderung aus anderen Kulturkreisen brauchen.“

Deutschland solle aktiv um qualifizierte Zuwanderer werben, forderte Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann. Sie sicherten Innovationen und Arbeitsplätze, sagte der CDU-Politiker der in Hannover erscheinenden „Neuen Presse“. Seehofer warf er Populismus vor. „Man darf es eben nicht an der Herkunft festmachen“, so der CDU-Politiker. „Wir brauchen die Zuwanderung von Qualifizierten und Hochqualifizierten ­ es ist unerheblich, aus welchem Kulturkreis sie kommen.“

Seite 1:

Die „verheerenden Signale“ des Horst Seehofer

Seite 2:

Kommentare zu " Zuwanderer-Stopp: Die „verheerenden Signale“ des Horst Seehofer"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @krise und Rainer
    Vollste Zustimmung. Da bauche ich nicht noch extra was schreiben.
    Genau so ist es.
    Wenn usnre Politiker das nicht endlich und vor allem schnell begreifen, ist unsere demokratie ernsthaft gefährdet

    Die Grünen sollte man endlich dahin jagen wo sin hingehören, in ihre Löcher.
    Die ahben das Land derart vergiftet, dass man es schon fast als kriminelles Tun bezeichnen könnte

  • Woran liegt es eigentlich, daß alle nach Zuwanderung rufen und keiner analysiert warum eigentlich so viel Potential aus der deutschen bevölkerung durch Abwanderung verloren geht, was dann durch Zuwanderung ersetzt werden muss? Was ist denn die Ursache und wer hat einen Nutzen davon, dass dies so ist?
    Kann es sein, daß die deutsche industrie lieber die billigeren Arbeitskräfte aus dem Ausland will, weil man so das Lohnniveau Deutschlands noch weiter senken kann? Soll hier ein billiglohnland geschaffen werden? Das funktioniert so nicht. Gute Arbeitskräfte gehen dahin, wo gutes Geld gezahlt wird. Und da werden sich wirklich gute Fachkräfte aus dem Ausland nicht gerade D aussuchen. Sonst würden doch unsere guten Fachkräfte nicht von hier wegziehen.
    Wir brauchen keine Zuwanderung sondern grundsätzliche Änderungen der Politik, die die bedingungen für die einheimische bevölkerung so gestaltet, daß deren Potential maximal genutzt wird und die Rahmenbedingungen für die Stammbevölkerung attraktiver wird. Dabei sollten die Milliarden aus der Zuwanderungsindustrie in die Förderung der eigenen bevölkerung fließen.
    Horst Seehofer hat damit recht, wenn er sagt wir brauchen keine kulturferne Zuwanderung - wir brauchen Förderung der eigenen Kultur. Dann läuft der Laden auch wieder rund - auch für die industrie.

  • ach du liebe Güte... mein Opa war Gastarbeiter aus Spanien, ein Hochqualifizierter Maschinenbauer... hat mehr als 35 Jahre in Deuschland gearbeitet, Steuern gezahlt, keine Straftaten begangen usw..

    Was anscheinend niemand verstehen will, ist, dass es nicht um diese Zuwanderer geht!

    Leider neigen unsere Politiker dazu, dass wenn sie sich zu brisanten Themen äußern, im Ton vergreifen...

    Ob nun Seehofer, Sarrazin oder wie sie alle heißen.. egal!!!

    Kern der Sache ist: Sie haben recht!!!!

    Unsere eigenen qualifizierten Arbeiter gehen (Deutsche)..und bis auf einige Ausnahmen sind die die dafür zu uns kommen nur die, die in ihren eigenen Ländern gescheitert sind und sich in Deutschland die Fettlebe machen wollen!!!

    Und gemeint sind damit nicht nur Muslime, Araber oder sonstige Glaubensrichtungen oder Nationalitäten!

    Nochmal: Gegen fleissige Menschen, die unsere Gesetze respektieren und friedlich mit uns leben wollen hat, bzw. darf und sollte niemand etwas haben!!!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%