Zuwanderung dringend erwünscht
Grüne wollen mehr ausländische Fachkräfte

Deutschland braucht nach Überzeugung der Grünen mehr Zuwanderung. Das Konzept der Partei sieht eine Einwanderungskommission vor und für ausländische Fachkräfte ein Jahr Zeit zur Jobsuche – ohne staatliche Unterstützung.
  • 11

BerlinDie Grünen wollen Deutschland stärker für die Zuwanderung von ausländischen Fachkräften öffnen, um den Arbeitsmarkt zu stützen. Sie stellten am Dienstag in Berlin ein Konzept vor, wonach eine Einwanderungskommission den jährlichen Fachkräftebedarf ermitteln und ein Kontingent für Zuwanderung vorschlagen soll. Auf dieser Grundlage würden sogenannte Talentkarten vergeben.

Damit könnten ausländische Fachkräfte mit ihren Familien auch ohne konkretes Arbeitsplatzangebot für ein Jahr zur Jobsuche einreisen. „Für dieses eine Jahr bekommen sie keine Unterstützung sozialer oder anderer Art“, sagte die Grünen-Spitzenkandidatin bei der Bundestagswahl, Katrin Göring-Eckardt.

Die Einwanderungskommission solle sich aus Vertretern der Zivilgesellschaft zusammensetzen. Der Grünen-Berater und Professor für öffentliches Recht, Thomas Groß, verwies auf eine Prognos-Studie, nach der in sich in Deutschland die Zahl der Arbeitsplätze erhalten ließe, wenn es zu einer Netto-Einwanderung von 500.000 Menschen pro Jahr komme. Experten sind sich einig, dass aufgrund der Überalterung der Gesellschaft langfristig in Deutschland weniger Arbeitskräfte zur Verfügung stehen. Nur eine steigende Zuwanderung könne dies verhindern.

„Deutschland ist ein Einwanderungsland“, sagte Göring-Eckardt. Die aktuellen Regelungen seien zu kompliziert. Deswegen solle das Aufenthaltsgesetz zu einen Einwanderungsgesetz verändert werden. Nach den Vorstellungen der Grünen muss dafür die Vorrangprüfung entfallen, nach der erst nachgewiesen werden muss, dass kein Deutscher oder EU-Bürger für einen Arbeitsplatz bereitsteht, bevor dieser mit einem nicht-europäischen Arbeitnehmer besetzt werden kann. Zudem soll es ausländischen Studenten gestattet werden, nach Abschluss ihrer Ausbildung eine Arbeit in Deutschland aufzunehmen. Auch Asylbewerber sollen in den Status eines Arbeitsplatz suchenden Einwanderers wechseln können.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Zuwanderung dringend erwünscht: Grüne wollen mehr ausländische Fachkräfte"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Richtig! Wir brauchen diese Leute, siehe den Zustand der Herkunftsländer. Dafür haben sie erfahrung im morden urieg führen und vergewaltigen, sowie Kinder aus dem Haus treiben!

  • .... „Schwarzgeld“ ....

    Habe die Anführungszeichen im Kommentar (17:58) vergessen - nur als Hinweis für das Löschteam des HB.

  • @Herr Heinz Keizer

    Das, was Sie da schreiben, hat in etwa etwas mit Verstand und Logik zu tun.

    Das aber ist dem elitärem „Pack“ höchst zuwider. Die tricksen und verschleiern viel lieber – damit die auf der einen Seite unbehelligt ihre ideologische Gesinnung weiter verbreiten können; und auf der anderen Seite Diejenigen, denen es um Macht und persönliche Vorteilsnahme in Wirtschaft und Kapital geht.

    So sind offiziell nur noch rd. 2.5 Mio. Arbeitslose nach etlichen Statistikänderungen durch die steuergeldfinanzierten Regierungsl….. zu vermelden.

    Sie wünschen sich eine sinnvolle Qualifizierung der Arbeitslosen?

    Man scheint Sie erhört zu haben (aber mit Sicherheit nicht verstanden), denn jetzt sollen Langzeitarbeitslose mit voller Lohnbezuschussung kommunal und sonst wie in „Arbeit gebracht werden – spart immerhin Qualifizierungskosten.

    Wobei – die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist auch durch Trickserei nach unten manipuliert. Man weist denen z.B. einen Mini-Job zu – und raus sind die aus der Statistik; auch wenn die nach 1 Monat wieder auf der Matte stehen.

    Wie war das noch mit dem zuletzt gemeldeten Haushaltsüberschuss? Wussten Sie, dass ein steuergeldfinanzierter Schwarzgeldkofferträger sich Schwarzgeld für den Haushalt beschafft?

    Dazu werden langlaufende Staatsanleihen mit einem deutlich höheren Zins als der übliche Marktzins an Käufer gebracht, die als „Ausgleich“ für den höheren Zins die Staatsanleihen zu einem Nennwert von über 100 % kaufen. Die Differenz von 100 % + X – 100 % Nennwert fließen so als zusätzliche Einnahme in den Haushalt – die nominale Verschuldung bleibt gleich. Die höheren Zinsen dürfen unsere Kinder zahlen – weniger die neuen „Facharbeiter“.

    Sie sehen – die haben ihre ganz eigene Logik für ihre ureigenen parteipolitischen Interessen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%