Zuwanderung

Erneut mehr Ausländer eingebürgert

Der deutsche Pass ist bei Ausländern in der Bundesrepublik wieder gefragter. Die meisten Neubürger hatten auch 2012 türkische Wurzeln. Es waren aber auch viel mehr Griechen und Italiener darunter.
20 Kommentare
Die Wirtschaftskrise macht sich auch in Deutschland bemerkbar: Immer mehr Menschen aus dem EU-Ausland wählen Deutschland als ihre neue Heimat. Vor allem Griechen und Italiener. Quelle: dpa

Die Wirtschaftskrise macht sich auch in Deutschland bemerkbar: Immer mehr Menschen aus dem EU-Ausland wählen Deutschland als ihre neue Heimat. Vor allem Griechen und Italiener.

(Foto: dpa)

WiesbadenIn Deutschland sind im vierten Jahr in Folge mehr Ausländer eingebürgert worden. Besonders stark fiel der Anstieg bei Menschen aus den anderen EU-Staaten und den EU-Kandidatenländern aus – inklusive der Türkei, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Insgesamt bekamen 2012 mehr als 112 300 Ausländer einen deutschen Pass, das waren 5,1 Prozent oder 5400 mehr als im Jahr zuvor. „Damit liegen wir wieder im langjährigen Mittel“, sagte Gunter Brückner von der Bundesbehörde in Wiesbaden.

Die größte Gruppe der deutschen Neubürger stammt erneut aus der Türkei (33 200), gefolgt von Menschen aus Serbien, Montenegro und dem Kosovo (6100) - sowie Polen (4500). Auffällig: Besonders viele Griechen (4200) und Italiener (2200) haben sich nach mehreren Jahren in Deutschland dafür entschieden, auch die Staatsangehörigkeit anzunehmen. So folgt Griechenland direkt hinter Polen auf Platz 4. Die Zahl der eingebürgerten Griechen stieg binnen Jahresfrist um 82,0 Prozent, die der Italiener um 29,0 Prozent. Ein starkes Plus gab es auch bei Vietnamesen (35,9 Prozent auf 3300) und Türken (18,3 Prozent).

Die Zunahme der Einbürgerungen aus allen EU-Mitgliedsstaaten betrug insgesamt 19,1 Prozent oder 3200; aus den EU-Kandidatenländern 15,0 Prozent oder 4900. Deutlich weniger Menschen als im Vorjahr wurden dagegen aus Afrika, Amerika, Asien, Australien und Ozeanien eingebürgert (minus 2200 oder 5,2 Prozent).

In Baden-Württemberg ist die Zahl der Einbürgerungen am stärksten gestiegen (15,2 Prozent), gefolgt von Hessen (12,8 Prozent). Rückgänge gab es in Berlin und in Brandenburg.

Mit der Einführung des neuen Staatsangehörigkeitsrechts im Jahr 2000 war die Zahl der Einbürgerungen zunächst zurückgegangen. Seit 2008 werden wieder jedes Jahr mehr Ausländer eingebürgert, es sind aber immer noch deutlich weniger als im Jahr 2000 (186 700).

Um die Staatsbürgerschaft beantragen zu können, müssen die Menschen in der Regel mindestens seit acht Jahren in Deutschland leben. Von den Ausländern, die mindestens zehn Jahre in der Bundesrepublik wohnen, bekamen 2012 durchschnittlich 2,4 Prozent auch einen deutschen Pass. Dieses sogenannte Einbürgerungspotenzial ist bei Bürgern aus den EU-Ländern mit 1,2 Prozent normalerweise sehr niedrig. Besonders hoch war es 2012 bei Kamerunern, Nigerianern und Irakern.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Zuwanderung - Erneut mehr Ausländer eingebürgert

20 Kommentare zu "Zuwanderung: Erneut mehr Ausländer eingebürgert"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @N_Y

    Bei den med.-psy Befähigungstest würde herauskommen das der größte Teil dieser Redaktion wie auch der anderen Mainstreammedien, aus Psychopathen bestehen würden

  • Offenbar wird auf deutsche Sprachkenntnisse immer weniger Wert gelegt bei der sogenannten Einbürgerung sonst würde ich nicht des Öfteren auf Afrikaner mit deutschem Pass stoßen,die nicht in der Lage sind sich auf Deutsch zu verständigen.Denke eswerden auch bei anderen Neu- deutschen Ausnahmen gemacht um den Bevölkerungs-Austausch zu beschleunigen.

  • "Erneut mehr Ausländer eingebürgert"
    26.08.2013, 13:38 Uhr
    Anonym
    N_K
    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“
    26.08.2013, 13:40 Uhr
    Anonym
    N_K
    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“
    26.08.2013, 13:41 Uhr
    Anonym
    N_K
    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine
    Werbeflächen“
    26.08.2013, 14:54 Uhr
    Anonym
    Wolfsfreund
    Holla!? Was hat dieser offene Brief mit Werbung zu tun?
    N_K
    26.08.2013, 15:37 Uhr
    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

    Redaktion,
    also bleibt nur die SACHLICHE Feststellung, daß in Ihrem Stall anscheinend nur geistig nachhilfebedürftige "Vollerleuchtete" sitzen. Für Ihre Qualifikation inklusive des dazugehörigen Charakters muß erst noch eine treffende Bezeichnung gefunden werden, der Deutsche Sprachschatz ist hier nicht ausreichend.
    Einerseits wollen Sie BEWEISE, und wenn die erbracht werden, gackern Sie von WERBUNG. Statt "Führerschein-Pechvögel" sollte Ihr Haufen med.-psy. Befähigungstests unterworfen weden.


  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Holla!? Was hat dieser offene Brief mit Werbung zu tun?

  • Interessanterweise wehren sich Linke gegen Asylunterkünfte, sobald sie vor der eigenen Haustüre entstehen.

    Ausgerechnet die taz berichtet:
    Asylbewerber in Bremen, Flüchtlinge sollen draußen bleiben
    Seit in Bremens links-alternativem Stadtteil Ostertor eine Sammelunterkunft entstehen soll, ist die politische Welt in der Stadt verdreht.

    Zynismus pur.

  • Tja, auf diesen Brief wird Frau Witthun kaum jemals eine Anwort bekommen.
    Wie auch, wo jeder Versuch einer Antwort entweder aus gehaltlosen Worthülsen bestände oder ein Offenbarungseid wäre.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte verwenden Sie keine Zitate ohne Quellenangabe

  • An @Santos . Hört sich griechisch an. Sind sie Grieche Herr Santos?

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%