Zuwanderung Hochqualifizierter vorantreiben
Bitkom-Präsident kritisiert Bundesregierung

August-Wilhelm Scheer, Präsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft (BITKOM), kritisiert die Pläne der Bundesregierung für einen beschränkten Zuzug ausländischer Fachkräfte. Sie würden "kaum einen Beitrag zur Linderung des Expertenmangels leisten können".

DÜSSELDORF. August-Wilhelm Scheer, Präsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft (BITKOM), hält die Pläne der Bundesregierung für einen beschränkten Zuzug ausländischer Fachkräfte für unzureichend. "Im Ergebnis werden die angekündigten Maßnahmen kaum einen Beitrag zur Linderung des Expertenmangels leisten können", schreibt er in einem Gastbeitrag für das Handelsblatt. In Deutschland treffe eine "alternde Gesellschaft auf ein veraltetes Bildungssystem".

Außer einer Modernisierung des Bildungssystems müsse die Politik die Zuwanderung Hochqualifizierter mit Nachdruck vorantreiben. Die geplante Senkung der Einkommensgrenze, ab der eine erleichterte Zuwanderung möglich ist, auf 63.400 Euro reiche nicht aus. Die Einstiegsghälter für Informatiker und Ingenieure lägen bei 35 000 bis 45 000 Euro. Die besonders mobilen Hochschulabgänger seien daher auch mit den neuen Regeln nicht nach Deutschland zu locken.

Talentierte Absolventen aus Indien, China oder Südamerika könnten auswählen, ob sie im eigenen Land bleiben oder in englischsprachige Staaten wie Australien, Großbritannien, Kanada oder in die USA gehen wollten. Daher sei die manchmal beschworene Gefahr gering, von Spitzenkräften aus dem Ausland überrannt zu werden. Scheer mahnt an, aktiver für die Zuwanderung zu werben und nennt als abschreckendes Beispiel die Webseite des Auswärtigen Amtes, die nur mit einem relativ dürren Text auf das Thema eingehe.

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