Zuwanderung Jobs für zwei Millionen

Für qualifizierte Mitarbeiter gibt es genug zu tun in Deutschland. Die Wirtschaft könnte zwei Millionen gut ausgebildete Zuwanderer gut gebrauchen, meint Frank-Jürgen Weise, Chef der Bundesagentur.
11 Kommentare
Gut ausgebildete Fachkräfte sind in der deutschen Wirtschaft gesucht. Quelle: dpa

Gut ausgebildete Fachkräfte sind in der deutschen Wirtschaft gesucht.

(Foto: dpa)

Berlin/NürnbergSo viele müsste Deutschland in den kommenden Jahren aufnehmen, um den Fachkräftemangel zu beheben, meint Weise. „Ohne gezielte Zuwanderung wird es nicht gehen“, sagte der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA) der Tageszeitung „Die Welt“ (Samstagausgabe). In bestimmten Branchen, Berufen und Regionen gebe es jetzt schon einen erhöhten Fachkräftebedarf.

Bis 2025 werde eine Lücke von sechs bis sieben Millionen Fachkräften entstanden sein. „Diese Lücke können wir über das Mobilisieren von Arbeitskräften bei uns im Lande vielleicht zur Hälfte füllen.“ Zudem würden die Firmen „im schlimmsten Fall verlagern, also dahin gehen, wo Fachkräfte sind, und sie werden rationalisieren, um auf weniger Fachkräfte angewiesen zu sein“. Doch auch dann würden der Wirtschaft immer noch mehr als zwei Millionen qualifizierte Arbeitskräfte fehlen.

Mit Blick auf die Entwicklung der Arbeitsmarktzahlen zeigte sich Weise optimistisch. Die Arbeitslosenzahl dürfte bereits im Mai auf knapp 2,9 Millionen sinken.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

11 Kommentare zu "Zuwanderung: Jobs für zwei Millionen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Und damit damit haben Sie völlig Recht.

    Der Dipl.-Ing. muß sich als 1 €-Jobber im Altenheim verdingen oder sonstwo.
    Der Maurermeister oder Polir muß in einem imaginären Kaufhaus im Rahmen einr Maßnahme lernen, wie man Ware (leere Schachteln) verräumt, er würde aber zu gerne in seinem Job arbeiten, bekommt aber nichts.
    Der Handwerker/Facharbeiter ist mit 50 zu alt
    Der Junglehrer fährt Taxi oder sitzt in einem Callcenter.
    Wenn man hier einmal genaueste Inventur bei den Arbeitsämtern machen würde, die Herrschaften in Berlin würden dunkelrot, weil man sie bei ihren Lügen ertappt hat.
    Junge Leute, die ihre Ausbildung beendet haben, dürfen allenfalls als 400 €-Kräfte weiter arbeiten, aber übernommen werden sie nicht.
    Die examinierte Altenpflegerin wird gekündigt und durch 2 Arbeitslose als 1-Jobber ersetzt usw.
    Für 1 €-Jobber bekommt der Arbeitgeber zwischen 340 und 500 € vom Amt.
    Das sit dann doch ein wirklich lohnendes Geschäft. Warum soll denn so ein Arbeitgeber noch normale Leute voll einstellen?
    Unser Staat, ich schreib es schon mal, ist verfault bis in die tiefsten Wurzeln.
    Und usnre Gewerkschaften? Die schlafen

  • Di zwei sind das Traumpaar für das sehr positive Verhalet auf den Sklavenmarkt,es bringt auf jeden fall etwas, der eine wird Aufstocker der andere Aufsichtsrat.

  • Frau Leyen und Weise haben in den letzten Jahren einen neuen Typ von Arbeiter geschaffen, den arbeitslosen Selbstständigen. Diese Menschen tauchen in der Arbeitslosenstatistik nicht auf und sie haben keine Lobby; mächtige Zeitarbeitskonzerne und Ingenieursdienstleister kümmern sich um diese Vogelfreien und sind für sie das genaue Gegenteil von Gewerkschaften.

    Um sich für die Vorstände obiger Konzerne zu empfehlen, müssen Frau Leyen und ihr treuer Vasall Weise für ein stetiges Überangebot an billigen Fach-Sklaven sorgen.
    Mittelfristig mag das sogar funktionieren, langfristig kann es aber nicht gutgehen, wenn ein technologieführendes Land seine Ingenieure aus einem Haufen entrechteter, internationaler Söldner rekrutiert.

    Früher hatten wir ein "Made in Germany", jetzt haben wir immerhin noch "Created in Germany". Aber, liebe Betriebswirte und Juristen, ein reines "Managed in Germany" ist nicht überlebensfähig, denn Management-Aspiranten wird es auch im Ausland mehr als genug geben; ihr sägt gerade an dem Ast, auf dem ihr sitzt.

  • Fortsetzung:
    Unsere derzeitige Situation ist um ein vielfaches gefährlicher, als noch 2008, beim Ausbruch der Krise. Explodierende Ausgaben für den Kapitaldienst und soziale Leistungen stehen im krassen Gegensatz zu wegbrechenden Steuereinnahmen.

    Unseren derzeitigen boomenden „Aufschwung“ haben wir innerhalb Europas der Deutschen Bundesbank zu verdanken, die in den letzten 3 Jahren ca. 340 Mrd. Euro an die Zentralbanken der PIIG(F)S überwiesen, bzw. verschenkt hat. Und natürlich auch den aufstrebenden Industrienationen in Asien, von deren Konjunkturstrohfeuerpaketen vor allem wir in DE partizipierten. Diese Programme laufen dieses Jahr komplett aus. Eine Weiterführung ist ausgeschlossen.

    Doch nachdem ein Konjunkturstrohfeuer nach dem anderen wirkungslos verpufft, stellt man fest, dass man in der Schule nicht aufgepasst hatte. Die größte Krise der Neuzeit, die durch Leben auf Pump entstanden ist, wollte man mit immer noch mehr Schulden bekämpfen. Wie töricht.

    Nur ein Reset im Finanzsystem und eine Aufteilung in Geschäfts- und Zockerbanken legen den Grundstein für einen wirtschaftlichen Neuanfang in den westlichen Industriestaaten. Von unserem bisherigen Wohlstand aber müssen wir uns ein für alle mal verabschieden, bedingt durch die demografische Entwicklung uns die Schwellenländer in den Schatten stellen werden.

    Die USA und die EU haben allerdings kein Geschäftsmodell mehr. In den westlichen Industriestaaten gibt es nur ganz wenige Länder, u.a. auch Deutschland, wo sich nach dem großen Crash ein halbwegs vernünftiger Wohlstand entwickeln kann, vorausgesetzt, dass die junge Generation nicht nur auf ein Leben mit H4 spekuliert, was leider in Ostdeutschland schon der Normalzustand ist.

  • Herr Weise, ja wo laufen sie denn ...
    „Bis 2025 werde eine Lücke von sechs bis sieben Millionen Fachkräften entstanden sein“.

    Anno 2011 sind 7,2 Mio. Bürger auf staatliche Leistungen angewiesen. Wie kann man solch eine Tatsache einfach ignorieren? Da sind auch hochqualifizierte und gut ausgebildete Facharbeiter, Techniker und Ingenieure, die leider keine Arbeitsstelle bekommen. Höchstens zum halben Lohn. Durch das staatlich verordnete Lohndumping boooomt zwar unser Export, doch die Binnenkaufkraft schwindet zusehends. Bereits jetzt werden z.B. in Österreich doppelt so hohe Löhne für Facharbeiter bezahlt, als bei uns. Sogar in Griechenland ist das Lohnniveau um 50% höher als bei uns. Was sagt uns das? Qualifizierte wandern ab, im Gegenzug vervielfacht sich die Anzahl der Leistungsempfänger. Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld ...

    Zum anderen schwadronieren Sie vom Jahr 2025. Bitte entschuldigen Sie, doch solch eine Aussage ist doch völlig aus der Luft gegriffen. Mal vorsichtig formuliert, damit die Netiquette nicht zuschlägt.

    Sie haben anscheinend immer noch nicht verstanden, bzw. wollen nicht verstehen, oder streuen (gegen Bezahlung?) den Bürgern wider besseren Wissens Sand in die Augen.
    Die größte Volkswirtschaft der Welt, die die Weltwirtschaft schon seit Jahrzehnten am Laufen hielt, hat Mitte 2007 aufgehört zu existieren, nachdem das Perpetuum-Mobile, Leben auf Pump, aufgehört hatte zu Laufen. Es hat sich ausgepumpt im Staate Dänemark und nicht nur dort.
    Die westlichen Industrieländer werden ausschließlich durch ihre Zentralbanken am Laufen gehalten, um den Zusammenbruch noch a bissl rauszuschieben. In den letzten 3 Jahren haben die Staaten weltweit ca. 30 Billionen Dollar aufgewendet, natürlich alles auf Pump, um einen selbsttragenden Aufschwung zu ermöglichen. Jetzt sind die Retter pleite!

  • Hallo Webmax

    Ich habe das zuerst auch nicht verstanden.
    Als "Fachkräfte" bezeichnet man Ingenieure und ähnliches.

    Die Arbeitslosen sind nur nutzlose austauschbare "Facharbeiter"

  • Hier fehlt aber noch der erste Punkt. Wer darauf verzichtet auf die Sorgen der Menschen im eigenen Land zu hören und ständig nur den Konzernen und Banken in die Tasche spielt und damit die Voraussetzung schafft, dass keiner mehr Kinder in Deutschland bekommen will, der kann die Lüge vom Fachkräftemangel verbreiten.

  • Kann mal einer diese ominösen Fachkräfte" näher bezeichnen? Ich sehe nur (gut ausgebildete) Langzeit-Arbeitslose und Frühverrentete hier. Und Stellengesuche, die getürkt sind.

  • Wer darauf verzichtet eigene Nachkommen zu zeugen, großzuziehen, auszubilden und zu qualifizieren muß eben Menschen importieren. Nur "Fachkräfte", die in anderen Gesellschaften mit Mühen und Kosten ausgebildet wurden, sind eben nicht so leicht einzukaufen wie andere "Rohstoffe".

  • Oder er hat erkannt das nicht jeder Arbeitslose die fähigkeiten zur Fachkraft hat

    MFG

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%