Zuwanderung
Merkel will Migrantenkindern bessere Bildung ermöglichen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht in den schlechten Bildungschancen für Ausländerkinder eine Schwäche des deutschen Schulsystems. Die Abhängigkeit von sozialer Herkunft und Bildungserfolg sei in Deutschland zu hoch, sagte sie. Um dies zu ändern, sei jedoch nicht nur der Staat gefragt.

HB BERLIN. Bundeskanzlerin Angela Merkel will Ausländern und Kindern aus sozial schwachen Familien bessere Bildungschancen eröffnen. „Wir können auf kein einziges Talent, auf keinen Menschen in unserer Gesellschaft verzichten“, sagte die CDU-Chefin am Dienstag in Berlin auf einem internationalen Symposium zur „Integration durch Bildung im 21. Jahrhundert“.

Als Schwäche Deutschlands prangerte sie an, dass hierzulande die Bildungschancen von Kindern stark von der sozialen Herkunft abhängen. Dies müsse sich ändern. Merkel wies darauf hin, dass inzwischen fast die Hälfte der Erstklässler einen Migrationshintergrund haben. Daher sei das Deutschlernen schon vor der Einschulung enorm wichtig. „Jeder junge Mensch, der in die Schule kommt, muss natürlich den Lehrer verstehen“, sagte die Kanzlerin.

Zugleich betonte sie, dass die Millionen Zuwanderer in den letzten Jahrzehnten die Bundesrepublik stark verändert haben, heute habe in Deutschland fast jeder Fünfte einen Migrationshintergrund. Viele dieser rund 15 Millionen Menschen, von denen die Hälfte die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, hätten die Gesellschaft bereichert, lobte die Kanzlerin.

So gebe es etwa unter den hier lebenden Türken rund 66 000 Selbstständige, die nach ihren Worten jährlich einen Umsatz von rund 70 Milliarden Euro erwirtschaften und rund 300 000 Jobs geschaffen haben. Merkel räumte allerdings ein, dass der deutsche Staat über viele Jahre der Herausforderung der Integration zu zaghaft begegnet sei.

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