Zwei Drittel des Finanzbedarfs sind offensichtlich gesichert
Rettung des HWWA ist zum Greifen nah

Die Chancen zur Rettung des vom Aus bedrohten Wirtschaftsforschungsinstituts HWWA sind gestiegen. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir die wissenschaftliche Forschung des HWWA in einem eigenen Institut erhalten können“, sagte Institutspräsident Thomas Straubhaar dem Handelsblatt.

DÜSSELDORF. Derzeit zeichne sich ab, dass der Plan, das Wirtschaftsforschungsinstitut als Public-Private-Partnership weiterzuführen, aufgeht. „Es sieht danach aus, dass das HWWA 2008 seinen 100. Geburtstag erleben wird – allerdings nicht mehr in der traditionellen Form, sondern als privatrechtliche Institution.“ Wahrscheinlich werde in den nächsten Wochen die Entscheidung getroffen, das Institut als GmbH weiterzuführen. Die Finanzierung sei zu zwei Dritteln gesichert.

Straubhaar selbst dürfte dem neuen Institut als Chef erhalten bleiben: „Ich bin bereit, die Führung zu übernehmen.“ Anfang April hatte der Schweizer Ökonom, der das HWWA seit 1999 leitet, erklärt, er werde dem Institut Ende September den Rücken kehren, falls nicht schnell ein tragfähiges Finanzierungskonzept gefunden wird. „Ich glaube an das Projekt und habe die aktive Suche nach einem neuen Job eingestellt.“ Straubhaar will an seinen Lehrstuhl an der Hamburger Universität zurückkehren und parallel das neue HWWA leiten.

Dem Institut, das derzeit zu jeweils 50 % vom Bund und den Ländern finanziert wird, droht ab 2006 das Ende der staatlichen Förderung. Hintergrund ist das vernichtende Urteil, das die Leibniz-Gemeinschaft (WGL) dem Institut im März ausstellte. Die Gutachter hatten moniert, das Institut „verfügt über kein überzeugendes, kohärentes und klar profiliertes Arbeitsprogramm“.

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