Zwei Modelle
Länder wollen stärkeres Auswahlrecht bei Studenten

Die Länder wollen die Hochschulzulassung neu ordnen und mehr Rechte bei der Auswahl der Studenten haben.

HB/dpa BERLIN. Der Bundesrat sprach sich am Freitag mit großer Mehrheit für eine Änderung des Hochschulrahmengesetzes aus. Der Ländervorschlag zielt darauf ab, das Auswahlrecht der Hochschulen zu stärken. Andererseits sollen die bestqualifizierten Bewerber ihre Hochschule auswählen dürfen. Damit muss sich jetzt der Bundestag befassen.

Der Bundesrat schlug dafür zwei Modelle vor, über deren Anwendung die Länder entscheiden sollen. Im ersten Modell können die Hochschulen vorab bis zu 50 Prozent der gesamten Studienplätze vergeben. Die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS) vergibt weitere 25 Prozent an die Abiturbesten entsprechend ihren Ortswünschen und die verbleibenden Plätze nach den Durchschnittnoten und Wartezeiten.

Im zweiten Modell vergibt die ZVS 25 Prozent an die Abiturbesten. Die Hochschulen vergeben 25 Prozent nach dem Grad der Eignung der Bewerber. Die verbleibenden Studienplätze vergibt die ZVS nach Durchschnittsnote und Wartezeit.

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