Zweitägiger Warnstreik Angestellte Lehrer streiken für mehr Geld

Gleiche Bezahlung wie ihre verbeamtete Kollegen: Das fordern rund 3.000 angestellten Lehrern in Berlin, die deshalb in einen zweitägigen Warnstreik getreten sind. Fast jede zweite Schule in der Hauptstadt ist betroffen.
9 Kommentare
Angestellte Lehrer demonstrieren in Berlin: An vielen Berliner Schulen fällt durch den Streik Unterricht aus. Quelle: dpa

Angestellte Lehrer demonstrieren in Berlin: An vielen Berliner Schulen fällt durch den Streik Unterricht aus.

(Foto: dpa)

BerlinKnapp drei Wochen nach Beginn des neuen Schuljahres sind in Berlin rund 3.000 angestellte Lehrer in einen zweitägigen Warnstreik getreten. Nahezu jede Schule in der Hauptstadt sei betroffen, sagte die Landesvorsitzende der Lehrergewerkschaft GEW, Doreen Siebernik, am Mittwoch. Für hunderte Schüler fiel Unterricht aus, an einigen Grundschulen gab es nur eine Notbetreuung. In mehreren Bezirken fehlten auch verbeamtete Lehrer, weil ihre Personalräte Versammlungen einberufen hatten.

Hauptforderung der Streikenden ist die gleiche Bezahlung von angestellten und verbeamteten Lehrern. Bereits im vergangenen Schuljahr hatte es deshalb Warnstreiks gegeben. In Berlin werden junge Pädagogen seit 2004 nicht mehr verbeamtet. Inzwischen gibt es unter den 29.000 Lehrern mehr als 9.000 Angestellte. Nach GEW-Berechnungen bekommen diese in 40 Dienstjahren bis zu 230.000 Euro netto weniger als ihre Kollegen.

Berlins Finanzsenator Ulrich Nußbaum (parteilos) lehnt Verhandlungen ab, weil er die Tarifgemeinschaft der Länder für zuständig hält. An diesem Donnerstag soll der Warnstreik fortgesetzt werden.


  • dpa
Startseite

9 Kommentare zu "Zweitägiger Warnstreik: Angestellte Lehrer streiken für mehr Geld"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • @ gersoz,
    Richtig, aber je mehr Forderungen gestellt werden die finanziell unerfüllbar sind weil sie der simpelsten Mathematik widersprechen (auch wenn sie sich als Vorteilsnahme und Begünstigung gesetzlich zugebilligt wurden), desto eher platzt diese Blase.
    Es sind dann nur noch Leistungen zu beziehen, denen vorherige Einzahlung gegenüber stehen.

  • Wenn die angestellten Lehrer in Berlin Erfolg haben, kommt eine Lawine von Forderungen auf die öffentliche Hand zu. Es gibt nämlich eine große Anzahl von Angestellten im öffentlichen Dienst und von Rentnern aus solchen Dienstverhältnissen, denen es ebenso ergeht wie den angestellten Lehrern.

  • Schlechte Bezahlung? Gleicher Lohn für gleiche Arbeit? Was ist mit dem Lebensalter? Junge = selbe Bezahlung wie Alte, also gesetzliche Diskriminierung!? Schon einmal die Bezahlung der Erzieher verglichen mit den Lehrern? Wieso erhalten diese nicht einmal 50% der lehrerbezüge? Wieder Diskriminierung, absichtlich durch Politiker!!! Als Erzieher einmal streikten in Berlin war die Gesamtdeutsche Meinung: Diese Leute haben keine Forderungen zu stellen. Sie haben, als Inhaber eines Sozialberufes umsonst zu arbeiten. Auch Die Gewerksftaen waren und siund noch heute dieser Meinung. Das ERzieher von der Oilitik verachtet werden ist nichts Neuse. Hauptsache Ausländer, Christentöter und Schleuerbezahler geht es gut!! Für Asylanten nur Luxusungerkünfte und die eigenen Staatsbedienstete? Man sehe, Schulen, Kitas, Polizeireviere usw.!!

  • In meiner WG wohnt ein Lehrer, als Normal-Arbeitnehmer könnte man denken, man wohnt mit vollbezahlten Arbeitslosen zusammen.

  • Als Lehrer in Berliner schulen würde içh aber auch noch Gefahrenzulage beantragen.

  • Volle Zustimmung. Und hinzu kommt noch der Umstand, das man angestellte Lehrer über die Sommerferien gerne zum Arbeitsamt schickt. Das alles ist ein Skandal ohne Gleichen!

  • Lehrer sollten mit der einfachsten Mathematik vertraut sein:
    Ein Beamter zahlt keine 18,5% Beiträge in die Pensionskasse ein, erhält aber ca 70% von Einkommen aus den letzten jahren.
    Ein Angestellter zahlt 18,5% Beiträge in die Rentenkasse ein und erhält ca. 50% aus seinem Lebenseinkommen.
    Bei Angestellten im öffentlichen Dienst kommt die VBL noch hinzu. Wobei die ursprüngliche Differenz zur Pension nicht mehr geleistet wird (werden kann).
    Entweder haben die Angestellten Anspruch auf einen Teilzuschlag, oder die Beamten erhalten Pensionen nicht mehr vor u.a. "Kosten für Reparatur von Schlaglöchern".
    Das gilt sinngemäß natürlich auch für die Politikerpensionen.

  • Das Beamtentum muss bis auf wenige Funktionen abgeschafft werden. Alle Bürger sind gleich. Nicht die Angestellten müssen mehr bekommen, sondern die Beamten wenig. Dies gilt nicht nur für das Einkommen sondern auch für die Pension/Rente. Auch hier erhält der Beamte wesentlich mehr Pension als der normale Bürger an Rente.
    Am 22.09.2013 könnten die Bürger dafür abstimmen! Aber die Bürger werden weiter schlafen. Erst wenn der Bürger keine Rente mehr erhält und dann der Beamte keine Pension, erst dann wird der satte Bürger aufwachen.
    Es ist dann aber zu spät!!!

  • Ich bin dafür, dass Beamte endlich Renten- und Krankenkassenbeiträge bezahlen und die Beihilfe abgeschafft wird und sie nicht mehrere Jahr beurlaubt werden können und die Lehrer nur 6 Wochen Urlaub - wie alle bekommen und dafür z. B. im Pflegedienst kostenfrei arbeiten!

    - Dafür streike ich!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%