Zweiter Demonstrationszug angemeldet
NPD will still am Mahnmal demonstrieren

Trotz des angekündigten Verbots des NPD-Aufmarsches am Brandenburger Tor will die rechtsradikale Partei nicht aufgeben. Sie machte dazu der Polizei ein Angebot.

HB BERLIN. Um den geplanten Demonstrationszug zum Brandenburger Tor am 8. Mai doch noch durchzusetzen, will die NPD in einem Schweigemarsch am Holocaust-Mahnmal vorbeiziehen. Ein entsprechendes Angebot sei der Polizei am Donnerstag übermittelt worden, sagte ein Parteisprecher der «Berliner Zeitung». Die Berliner Versammlungsbehörde hatte zuvor angekündigt, die geplante Route des Aufmarsches zu verbieten, da vor dem Brandenburger Tor und auf der Straße Unter den Linden bereits andere Initiativen Veranstaltungen angemeldet hätten.

Der NPD-Sprecher sagte, die Rechtsextremisten seien bereit, auf der Höhe des Mahnmals alle Sprechchöre und Lautsprecherdurchsagen verstummen zu lassen. Die Partei meldete zudem einen zweiten Demonstrationszug mit 2000 Teilnehmern an, der an der Friedrichsstraße beginnen soll. Dieser solle sich dann auf der Straße Unter den Linden mit dem zweiten Zug vom Alexanderplatz vereinigen.

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