Zweiter Tag im CDU-Schwarzgeldprozess
Kanther: Keine Kenntnis über Herkunft der Parteimillionen

Der frühere Bundesinnenminister Manfred Kanther (CDU) hat jede genaue Kenntnis über die Herkunft der 1983 in die Schweiz verschobenen Parteimillionen bestritten.

HB WIESBADEN. Nach seiner Erinnerung hätten die 20,8 Mill. Mark im Wesentlichen aus angesammelten Spenden bestanden, sagte Kanther am Dienstag vor dem Wiesbadener Landgericht. Er könne nicht ausschließen, dass darunter auch Gelder der - als Spendenwaschanlagen geltenden - „Staatsbürgerlichen Vereinigungen“ waren. Die Geldbeschaffung habe aber nicht zu seinen Aufgaben als hessischer Generalsekretär gezählt.

Kanther sowie der ehemalige hessische CDU-Landesschatzmeister Casimir Prinz zu Sayn-Wittgenstein müssen sich wegen Untreue zu Lasten der CDU verantworten, der frühere CDU-Finanzberater Horst Weyrauch ist der Beihilfe angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen vor, das umfangreiche Parteivermögen der Verfügungsgewalt der zuständigen Führungsgremien entzogen zu haben. Aus dem Guthaben waren bis 1999 Millionensummen in Wahlkämpfe und andere Parteiaktivitäten geflossen. Seine Enthüllung löste Anfang 2000 einen Skandal aus.

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