Zweites Spitzentreffen
SPD hat große Koalition noch nicht ganz abgeschrieben

Trotz der von Ministerpräsidentin Heide Simonis (SPD) angestrebten rot-grünen Koalition führen die Sozialdemokraten in Schleswig-Holstein weiter Sondierungsgespräche mit der CDU. Die Spitzen von SPD und CDU tauschten am Freitag in ihrem zweiten Sondierungsgespräch ihre Standpunkte zum Streitthema Bildung aus.

HB KIEL. Das Treffen an einem geheim gehaltenen Ort bei Kiel seien in einer sachlichen Atmosphäre verlaufen, sagte ein SPD-Sprecher. Nun werde geprüft, ob es weiteren Gesprächsbedarf gebe. Ihre Entscheidung will die SPD am Montag bekannt geben.

Simonis möchte ihr Bündnis mit den Grünen fortsetzen, das allerdings vom Südschleswigschen Wählerverband (SSW) toleriert werden müsste. "Wir verschließen uns aber Gesprächen mit anderen Parteien nicht", sagte SPD-Landesgeschäftsführer Christian Kröning der Nachrichtenagentur Reuters.

Die CDU von Spitzenkandidat Peter Harry Carstensen, die als Wahlsieger aus der Landtagswahl am vergangenen Sonntag hervorgegangen war, dringt auf eine große Koalition. Zu einer Mehrheit mit dem Wunsch-Koalitionspartner FDP hatte es nicht gereicht. Der SSW hat sich noch nicht entschieden, ob er eine rot-grüne Minderheitsregierung in Schleswig-Holstein tolerieren will. Zunächst sei ausschlaggebend, ob eine solche Regierung überhaupt notwendig sei, sagte der SSW-Landtagsabgeordnete Lars Harms im RBB-Inforadio.

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