Zwischenlager Gorleben
Anschlag auf Castor-Transportstrecke vereitelt

Wenige Tage vor einem geplanten Atommülltransport ins niedersächsische Zwischenlager Gorleben hat die Polizei einen Anschlag auf die Transportstrecke vereitelt. Unter einer Straße auf der Transportroute wurde eine perfide Vorrichtung zum Unterspülen der Fahrbahn ausgegraben.

HB LÜNEBURG. Nach offiziellen Angaben entdeckten Bereitschaftspolizisten am Dienstag zwischen auf einer Kreisstraße eine so genannte Wasserlanze, die geeignet gewesen sei, die Straße zu unterspülen und so die Fahrbahndecke bei Belastung zum Einbrechen zu bringen. Die Lanze sei zwischen den Orten Quickborn und Kacherien vergraben gewesen. Die Täter hätten die an der Straße entlanglaufende Hauptwasserleitung professionell angezapft und einen Abzweig zur Lanze gelegt, die zum Zeitpunkt der Entdeckung noch nicht in Betrieb gewesen sei.

Die Polizei warf den Konstrukteuren der Vorrichtung vor, Unfälle mit Unbeteiligten in Kauf genommen zu haben. Es sei unmöglich vorherzusagen, wann und unter welcher Belastung die Fahrbahndecke nachgegeben hätte. Es hätte nicht nur ein Atommülltransporter einbrechen können, sondern durchaus ein normaler Pkw.

Die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg geht davon aus, dass der Atommülltransport am Samstagnachmittag den Verladebahnhof an der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague verlässt. Am Sonntagmittag dürfte der Transport die deutsch-französische Grenze passieren. Am Montag sollen die Castoren vom Verladebahnhof in Dannenberg auf Lkw verladen und am Abend auf der Straße ins Zwischenlager gebracht.

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