Zwischenrufe zur „Homo-Ehe“

Bundestag debattiert über Merkels Kinderlosigkeit

Eine Bundestagsdebatte über die „Ehe für alle“ eskaliert: CDU-Mann Helmut Brandt argumentiert gegen die „Homo-Ehe“, der SPD-Abgeordnete Michael Roth widerspricht – mit einem recht verunglückten Vergleich.
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Der Staatssekretär Michael Roth lebt seit knapp drei Jahren in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Quelle: dpa
Zwischenruf von der Regierungsbank

Der Staatssekretär Michael Roth lebt seit knapp drei Jahren in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft.

(Foto: dpa)

DüsseldorfDie Debatte um die Ehe für gleichgeschlechtliche Partner geht in die nächste Runde: Der mehrheitlich von SPD und Grünen geführte Bundesrat hat die Regierung aufgefordert, die Ehe auch für homosexuelle Paare zu öffnen. Am Freitag beschloss die Länderkammer eine entsprechende Resolution, in der auch ein gemeinschaftliches Adoptionsrecht gefordert wird. Ein konkreter Gesetzesentwurf des Bundesrats für eine Änderung des Bürgerlichen Gesetzbuchs wurde jedoch vorerst in die Ausschüsse verwiesen.

Eine Beschlussfassung hätte den Bundestag gezwungen, sich mit der Vorlage zu befassen. Das wollte die SPD offenbar vermeiden. Denn dort ist sich die Koalition aus CDU/CSU und SPD uneins, wie mit der Frage umzugehen ist. Vor allem CDU- und CSU-Mitglieder hadern mit einer kompletten Gleichstellung. Für die SPD scheint es daher besser, in dieser Frage vorerst keinen offenen Koalitionsstreit zu provozieren.

Wie verfahren die Diskussion dennoch ist, zeigt eine Episode aus der Bundestagsdebatte am Donnerstag zum Thema „Ehe für alle“. Dort spricht sich der Aachener CDU-Abgeordnete Helmut Brandt – unterbrochen von Zwischenrufen – gegen die sogenannte „Homo-Ehe“ aus: „Die klassische Ehe aus Mann und Frau führt in der Regel dazu, wenn auch leider nicht immer, dass man sich fortpflanzt.“

Das ruft Michael Roth (SPD) auf den Plan, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt und seit 2012 selbst in einer eingetragenen Partnerschaft mit seinem langjährigen Freund lebend. „Und was ist mit der Bundeskanzlerin?“, ruft Roth süffisant von seinem Platz ins Plenum – nicht nur wegen Brandts vorheriger Eingrenzung ein eher misslungener Seitenhieb auf Angela Merkel, die in zweiter Ehe verheiratet ist und keine Kinder hat.

Brandts empörte Antwort kommt prompt: „Sie schämen sich dafür, ja? Ich möchte Sie bitten, sich dafür zu entschuldigen.“ Um gleich im Anschluss zu fordern: „Da bitte ich, einmal zu prüfen, ob das nicht gerügt werden muss.“ Applaus von der Fraktion.

Im Netz scheint man in der Frage ebenso gespalten wie in der Koalition: Die Nutzerbeiträge auf der Facebook-Seite von Roth fallen sehr gemischt aus. Doch das Thema bewegt: Beinahe im Minutentakt trudeln neue Beiträge ein. Die einen gratulieren dem Staatssekretär für seine Courage – die anderen kritisieren mangelndes Taktgefühl und den persönlichen Angriff auf die Kanzlerin, die sich selbst in der Vergangenheit ebenfalls gegen eine völlige Öffnung der Ehe ausgesprochen hatte.

„Die Debatte wird mit merkwürdigen Argumenten geführt“
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34 Kommentare zu "Zwischenrufe zur „Homo-Ehe“: Bundestag debattiert über Merkels Kinderlosigkeit"

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  • Richtig !

    Und die neuen adoptierten ausgebildeten "Homo-Eltern-Kinder" werden dann als Nachfolger in Politik Redaktionen und Medien von Frau Merkel in der Politik eingesetzt von den Bilderbergern. Mit "gelöschten Werten und Normen".

    Zu allem bereit grinsend mit der Raute vorm Bauchnabel.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • +++

    Eine "okkupierte ferngesteuerte Vasallen-Regierung" wird immer zusammen mit willigen Minderheiten, denen sie mehr MAcht einräumt und willigen Promies die sie benutzt und mittels einer begleitenden System-Presse -- die Mehrheit der Deutschen zu übertünchen, zu überstimmen, zu verunglimpfen und zu dirigieren gegen ihre Interessen und gegen ihren Willen. Alles muss sich der "Propaganda" unterordnen um die Mehrheit unbemerkt und in "Mikro-Schritten" immer weiter zu entmachten und zu unterdrücken.

    +++

  • Freiland-Irrenhaus Deutschland:

    "Kölner SPD fordert Homo-Zebrastreifen
    Die SPD in der Kölner Bezirksvertretung für die Innenstadt hat sich für sogenannte Homo-Ampeln ausgesprochen. Sollte dies an rechtlichen Bedenken scheitern, forderten die Sozialdemokraten statt dessen einen Zebrastreifen in den Regenbogenfarben. Damit soll „Homophobie“ bekämpft werden. mehr » ..."

    https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2015/koelner-spd-fordert-homo-zebrastreifen/

  • Die Deutschen werden ausgeplündert und geschreddert. "Aufgelöster Nährbrei für die EU" ganz im Auftrage Amerikas. Abrissbirne Merkel hat uns in den Sumpf dirigiert. Strahlend lacht sie mit Raute vorm Bauchnabel in die Kameras.

    Auftrag ausgeführt - Mission accomplished !!

    ---

    Gegen eheähnliche Gemeinschaften hat ja niemand etwas - wo die Liebe hinfällt, da muss man sie eben wachsen lassen. ok !

    Lebenspartnerschaft, ok, Unterhaltsverpflichtungen nach der Trennung, ok. Aber was wollen die Schwulen und Lesben noch ???? Häääää ??


    EHE ist per Definition ein auf lebenslange Zeit angelegtes Zusammenleben von Mann und Frau. Punkt !


    Schwule Paare können nunmal keine "Ehe" führen - weil ein Apfel ist nunmal keine Birne. Punkt !

    Da helfen die ideologisierten Regenbogenfahnen nichts. Als wenn die Schwulen-Ehe irgendetwas verbessern würde in der Welt. Garnichts !

    Nur Abschaffen von Familien ist das wahre Ziele der Welt-Geld-Elite und ihren Grünen Ideologen im Auftrage Amerikas.

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    Die "Lügen-EU" mit ihrem Vorsitzenden Alkoholiker sollten die Briten schnellstmöglich verlassen. Ich beneide sie darum !

    Juncker will Mr. Cameron nur aushorchen, und hinhalten.

    Vergeudete Zeit, Mr. Cameron !

  • Wenn es nur um die Öffnung der Ehe ginge, würde ich nicht viel sagen, aber es kann nicht sein, dass solche "Paare" Kinder adoptieren.
    Was wird denn den Kindern vorgelebt?
    Mich kotzt es derzeit an, dss eine Minigruppe so in die Öfentlichkeit drängt.

  • Wolfgan Hoeher
    Genau so ist es.
    Wir hben bei Gott andere Probleme

  • Ich kann diese Thema nicht mehr hören gibt es wirklich nichts "Wichtiges" in unserem Land?

  • Es ist zum kotzen wenn man so etwas liest welch "verkommene Gesellschaft" was für Themen öffentlich debattiert werden gibt es denn im 21.zigsten Jahrhundert das Wort Moral nicht mehr.
    Ist sowas noch Tolleranz? Wofür gibt es eine "Bibel" und einen Glauben wenn der Mensch meint er kann sich über alles hinweg setzen.
    Es gibt nun einmal Mann und Frau seit Beginn der Menscheit uind was hat das mit Gleichgeschlechtlich zu tun?
    (...) Es reicht schon wenn Regenbogenflaggen auf Rathäusern stehen dürfen und wenn ein Bürgermeister öffentlich sagt ich bin schwul und das ist gut so.
    (...) 

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

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