Deutschland
Zypries will Offenlegung der Bezüge erzwingen

Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der die knapp tausend börsennotierten Gesellschaften in Deutschland gesetzlich zwingen würde, individuellen Bezüge ihrer Spitzenmanager offenzulegen

HB DÜSSLEODRF. Ein Gesetzesentwurf der Regierung sieht vor, dass Firmen auf die Offenlegung verzichten können, sofern dies auf der Hauptversammlung von drei Vierteln der anwesenden Aktionäre gestützt wird. Nach dem am Freitag von Justizministerin Brigitte Zypries vorgelegten Entwurf sollen auch die individuellen Bezüge ehemaliger Vorstandsmitglieder in den Geschäftsberichten genannt werden müssen.

Als einen Grund, weshalb sie von der bisherigen freiwilligen Selbstverpflichtung zur Offenlegung nun auf eine gesetzliche Regelung umgestiegen sei, nannte Zypries: „Wir haben eine harte Fraktion derer die sagen, wir machen das auf keinen Fall.“ Außerdem hätten sich nicht genügend Börsenfirmen freiwillig zur Offenlegung der Managergehälter entschlossen.

Der mit der SPD-Fraktion abgestimmt Gesetzentwurf dürfte nach Zypries Worten in zwei Monaten im Kabinett zur Entscheidung stehen und könnte in der zweiten Jahreshälfte 2005 in Kraft treten. Die Grünen begrüßten den Entwurf.

Da keine Rückwirkung geplant sei, dürfte das neue Gesetz erstmals für Abschlüsse des Geschäftsjahres 2006 zur Anwendung kommen, sagte Zypries. Gesetzliche Regelungen zur Höhe der Managergehälter, die immer wieder in der Diskussion sind, lehnte Zypries ab.

Seite 1:

Zypries will Offenlegung der Bezüge erzwingen

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%