Einen ganzen Tag länger als Parteichef Erwin Huber hat er sich am Ende halten können. Heute Mittag dann drang aus den verschlossenen Türen im bayerischen Landtag, dass auch Ministerpräsident Günther Beckstein zurücktreten wird. Der Schritt ist richtig, doch wird er, ebenso wie Hubers Rücktritt, die Probleme der CSU in einer sich ändernden bayerischen Gesellschaft nicht lösen.
Natürlich trägt Beckstein Verantwortung für das Wahldebakel – immerhin stand ja der Ministerpräsident zur Wahl. Becksteins Markenzeichen als Minister war die Innere Sicherheit. In seiner zugegeben kurzen Amtszeit als Ministerpräsident konnte er dagegen kein eigenes entwickeln.
Wie bei Huber warf Stoiber lange Schatten. Bayern 2020, das milliardenschwere Modernisierungsprogramm, hatte Stoiber noch in seinen letzten Tagen festgezurrt. Beckstein konnte das nur noch verwalten. Das reichte nicht.


