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03.03.2008 

Und es gibt noch einen Unterschied: In Frankreich könnte Sarkozy mit Unterstützung von allen Seiten rechnen. Piëch dagegen muss gegen Widerstände aus der Politik und den Gewerkschaften ankämpfen. Und auch gegen die Abneigung des Kapitalmarktes, weil er seine Unternehmen wie ein Patriarch führt, nicht wie ein finanzmarktorientierter Manager.

Dieser Mann bürstet gern gegen den Strich. Doch hinter vorgehaltener Hand zollen selbst hartgesottene Gegner Beifall. Der Einstieg bei Volkswagen im vergangenen Jahr fand Gefallen – obwohl die harten Fakten dagegen sprachen: Profitabel soll VW schließlich erst noch werden. Mit Fusionsfantasie infolge der Porsche-Entscheidung allein lässt sich das nicht erklären. Eher überzeugt die Idee, dass Stillstand in der Autoindustrie Gefahr bedeutet. Die Konzentrationswelle kommt so sicher zurück, wie neue Modelle in der Branche nötig sind, um Kunden zu locken. Zudem schwingen sich China, Korea und Indien zu ernsthaften Konkurrenten auf. Da müssen die alten Automobilnationen Paroli bieten.

Piëch baut eine Art Gegenmodell, in jeder Hinsicht. Dafür verdient er Beifall. Aber deshalb ist noch lange nicht erwiesen, dass Porsche-Sportwagen, der VW-Golf und MAN/Scania-40-Tonner unter einem gemeinsamen Dach fahren können oder gar müssen, und das auch noch profitabel. Der von Piëch erzwungene, äußerst teure Vorstoß von VW in die automobile Oberklasse sollte eine Warnung sein. Nicht alle Visionen gehen auf. Auch daran dürfte es liegen, dass die Börse so reserviert reagierte.

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