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08.04.2008 

Politiker, die in Notsituationen schnell nach der KfW rufen, dürfen die Lehre aus der IKB-Krise nicht so schnell vergessen. Daher sollte zum Beispiel jeder Gedanke daran, dass sich die KfW an den deutschen EADS-Werken beteiligen könnte, schnell wieder begraben werden. Die Krise ist die Chance, eine der größten Förderbanken der Welt wieder auf ordnungspolitisch gesunde Füße zu stellen.

Außerdem sollte die Krise Anlass sein, die Kontrolle der KfW zu verbessern. Die Probleme hatten hier zwar nicht ihre Ursache, die lag klar bei der IKB, deren Vorstand, den Wirtschaftsprüfern und dem Aufsichtsrat. Doch nachdem die KfW zur Hilfe gesprungen war, zeigte sich einmal mehr, dass ihr Verwaltungsratsgremium mit 37 Mitgliedern definitiv zu groß ist. Es ist gewachsen aus früheren Verschmelzungen anderer Institute mit der KfW, kann aber keine wirksame Kontrolle ausüben.

Mit der Bildung eines Präsidial- und Prüfungsausschusses hat der Bund als Haupteigentümer bereits versucht, diesem Missstand entgegenzuwirken. Doch wenn die akuten Gefahren überstanden sind, sollte der Verwaltungsrat noch einmal ohne Rücksicht auf politische Pfründe neu gestaltet werden. Nur so wird die Krise zur Chance.

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