++ Anschläge in Paris und die Folgen ++
Dritte Leiche in Pariser Terroristen-Wohnung gefunden

In der bei einem Anti-Terror-Einsatz gestürmten Wohnung bei Paris wurde eine dritte Leiche gefunden. In Brüssel kommen die Justiz- und Innenminister zu einem Notfalltreffen zusammen. Die Ereignisse des Tages im Newsblog.

Die Justiz- und Innenminister der 28 EU-Staaten kommen am Freitag zu einem Notfalltreffen in Brüssel zusammen, um über neue Maßnahmen gegen den Terror zu beraten. Frankreich fordert nach den Anschlägen von Paris schnelle Maßnahmen gegen den Terror. Denn nach Angaben von Geheimdienstlern ist die Terrormiliz Islamischer Staat zur Entwicklung chemischer Waffen entschlossen. Die Ereignisse im Newsblog.

+++1500 zusätzliche Militärs zur Sicherung von Paris+++

Als Signal für mehr Sicherheit sollen im Großraum Paris noch mehr bewaffnete Patrouillen eingesetzt werden. Nach den Terroranschlägen vom vergangenen Freitag werden zur Sicherung weitere 1.500 Militärs mobilisiert, wie Polizeipräfekt Michel Cadot am Freitag in Paris vor Journalisten bekanntgab. Diese Einheiten ergänzten die bereits seit Anfang der Woche zusätzlich eingesetzten 1.000 Kräfte. Bereits vor den jüngsten Anschlägen seien 3900 Militärs zur Sicherung im Raum Paris eingesetzt gewesen. Cadot will vor allem an großen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Schulen, Kaufhäusern oder im öffentlichen Nahverkehr mehr sichtbare Präsenz.

+++Dritte Leiche in erstürmter Terroristen-Wohnung gefunden+++
In der bei einem Anti-Terror-Einsatz gestürmten Wohnung in Saint-Denis nahe Paris ist ein weiterer, weiblicher Leichnam gefunden worden. Die Identität der Toten sei noch unklar, erklärte die Pariser Staatsanwaltschaft am Freitag. Damit gab es bei dem Einsatz am Mittwoch drei Tote, unter ihnen der als Drahtzieher der Anschläge von Paris geltende belgische Islamist Abdelhamid Abaaoud. In einer Handtasche wurde nach den Angaben ein Ausweis auf den Namen Hasna Aitboulahcen gefunden, der Cousine des mutmaßlichen Hintermanns der Anschläge, Abdelhamid Abaaoud. Der 28-Jährige war ebenfalls bei dem Einsatz am Mittwoch ums Leben gekommen. Bei dem Polizeieinsatz hatten Spezialkräfte acht Menschen festgenommen.

+++Frankreich fordert schnelle Maßnahmen gegen Terror+++

Frankreich drängt seine EU-Partner, schnell die Kontrollen an den Grenzen zu verschärfen und ein seit längerem immer wieder verschobenes System zur Sammlung von Flugpassagierdaten auf den Weg zu bringen. Zum Auftakt eines Treffens der Innen- und Justizminister in Brüssel sagte der französische Innenminister Bernard Cazeneuve am Freitag, man dürfe sich nicht mehr Zeit lassen. „Das ist dringend.“ Terroristen würden die Grenzen der EU überqueren, fügte er hinzu.

+++Rumänien verstärkt Grenzkontrollen wegen Terrorismusgefahr+++

Eine Woche nach den Terroranschlägen in Frankreich hat Rumänien die Kontrollen an seiner Westgrenze verstärkt. Dies teilte die rumänische Grenzpolizei im westrumänischen Arad am Freitag mit. Ziel der ausführlicheren Überprüfung der Reisenden an der Grenze zum Nachbarland Ungarn sei es zu verhindern, dass „Personen aus Konfliktgebieten“ die Grenze passieren, deren Aktivitäten „eine Gefahr für die innere und äußere Sicherheit“ darstellen könnten.

+++Frankreich legt Uno-Resolution für den Kampf gegen Terrormiliz IS vor+++
Nach Russland hat auch Frankreich eine UN-Resolution zur Unterstützung des Kampfes gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgelegt. Das Entwurfspapier, das den 15 Mitgliedern des Gremiums am Donnerstag in New York übermittelt wurde, verurteilt die jüngsten Terroranschläge des IS unter anderem in Paris und ruft zu verstärkten gemeinsamen Anstrengungen gegen den Terror auf. Bei einer Terrorserie waren vor einer Woche in der französischen Hauptstadt 129 Menschen getötet worden. Zu den Taten bekannte sich der IS.

+++Justiz- und Innenminister der EU beraten über Antiterrormaßnahmen+++

Die Justiz- und Innenminister der 28 EU-Staaten kommen am Freitag zu einem Notfalltreffen in Brüssel zusammen, um über neue Maßnahmen gegen den Terror zu beraten. Eine Woche nach den Terroranschlägen von Paris mit 129 Toten werden Frankreich und Belgien ihre europäischen Partner auffordern, Waffengesetze zu verschärfen, die Grenzsicherheit zu erhöhen und Extremistengruppen den Geldhahn zuzudrehen. Ob jedoch sofort umsetzbare Schritte beschlossen werden, ist unklar.

+++Geheimdienstler: IS zur Produktion von Chemiewaffen entschlossen+++
Die Terrormiliz Islamischer Staat ist nach Angaben von irakischen und amerikanischen Geheimdienstlern zur Entwicklung chemischer Waffen entschlossen. Demnach baut sie sogar eine eigene Untergruppierung auf, die sich mit Hilfe irakischer, syrischer und anderer Wissenschaftler aus der Region auf Forschung und Experimente konzentrieren soll.

afp 
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