+++ Blog zur Ukraine-Krise+++
Bundeswehr beteiligt sich an Nato-Übung in Ukraine

In seinem Friedenplan hat Moskau den Status der umkämpften Ostukraine offen gelassen. Unterdessen will die Bundeswehr 1000 Soldaten zur einer Nato-Übung in die Ukraine schicken. Die Entwicklungen des Tages im Blog.
  • 52

DüsseldorfPermanent oder nicht – über die Vereinbarung zur Feuerpause im Osten der Ukraine streiten sich die beiden Länder. Moskau – nach eigenen Angaben nicht mal Konfliktpartei – und Kiew einigen sich darauf, sich immerhin auf eine Feuerpause geeinigt zu haben. Eine Vereinbarung soll bis Freitag stehen. Unterdessen kündigt der ukrainische Ministerpräsident an, die ukrainische Grenze in Richtung Russland durch eine Grenzanlage sichern zu wollen. Doch nicht nur darüber ist Moskau verärgert.

+++ Russland bezeichnet Nato-Manöver als Provokation +++

Das geplantes Militärmanöver in der Westukraine mit Beteiligung Deutschlands und zehn weiterer Nato-Staaten sorgt für Protest aus Russland. Die für Mitte September vorgesehene Übung „Rapid Trident“ (Schneller Dreizack) sei angesichts des Ostukraine-Konflikts eine Provokation, sagte Generaloberst Leonid Iwaschow der Agentur Ria Nowosti zufolge in Moskau. Es bestehe die Gefahr, dass ein begrenztes Nato-Truppenkontingent nach dem Manöver einfach in der Ukraine verbleiben könne. „Außerdem ist es nicht human, dass die Nato in einer Zeit, in der sich die Ukraine faktisch im Bürgerkrieg befindet, ihre militärische Unterstützung für das Kiewer Regime demonstriert“, sagte Iwaschow.

+++ Bundeswehr beteiligt sich an Nato-Übung in Ukraine +++

Deutschland will sich mit vier Soldaten an einem Nato-Manöver im Westen der Ukraine beteiligen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus dem Verteidigungsministerium. Die Übung „Rapid Trident“ (Schneller Dreizack) mit insgesamt mehr als 1000 Soldaten soll vom 11. bis 29. September im Raum Lwiw (Lemberg) stattfinden. Die Bundeswehr will sich mit Stabspersonal für die Auswertung des Manövers und für die Logistik beteiligen. Die endgültige Entscheidung werde aber erst kurz vor Beginn des Manövers unter Berücksichtigung der aktuellen Bedrohungslage und der politischen Situation getroffen, hieß es.

+++ Putin will Status der Ostukraine offen lassen +++

In einem russischen Vorschlag für einen Waffenstillstand in der Ostukraine soll einem Bericht zufolge der Status des umkämpften Gebietes nicht geklärt werden. Das berichtet die Agentur Interfax unter Berufung auf einen Sprecher des Präsidialamtes in Moskau.

+++ Frankreich stoppt Kriegsschiff-Lieferung an Moskau +++
Die französische Regierung hat die umstrittene Lieferung des ersten Mistral-Kriegsschiffes an Russland auf Eis gelegt. Die Bedingungen für eine Lieferung seien trotz der Aussicht auf einen Waffenstillstand in der Ukraine „derzeit nicht gegeben“, erklärte der Elysée-Palast am Mittwoch nach einer Sitzung des Verteidigungsrates in Paris. Die für Oktober geplante Lieferung eines ersten Mistral-Hubschrauberträgers an Russland hatte international Kritik ausgelöst

+++ EU schätzt Schaden der Sanktionen gegen russische Landwirtschaft +++

Die Agrarsanktionen Russlands gegen könnten nach Schätzungen der EU-Kommission einen Schaden von fünf Milliarden Euro im Jahr verursachen.

+++ Jazenjuk: Putin will nur Sanktionen vermeiden +++

Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk wirft Russland vor, mit den jüngsten Bemerkungen von Präsident Wladimir Putin zu einem Waffenstillstand nur neue Sanktionen verhindern zu wollen. Eigentlich wolle Putin die Ukraine zerstören und die Sowjetunion wieder aufleben lassen. Der Konflikt könne nur gelöst werden, wenn alle russischen Soldaten aus der Ukraine abgezogen würden.

+++Russland reagiert auf internationale Manöverpläne+++

Das geplante Manöver Polens und weiterer EU-Staaten mit US-Beteiligung in der Westukraine stößt in Moskau auf Kritik. Die für Mitte September vorgesehene Übung „Rapid Trident“ sei inmitten des Ostukraine-Konflikts eine „Provokation“, sagte Generaloberst Leonid Iwaschow am Mittwoch der Agentur Ria Nowosti zufolge in Moskau. Es bestehe die Gefahr, dass ein begrenztes Nato-Truppenkontingent nach dem Manöver einfach in der Ukraine verbleiben könne. „Außerdem ist es nicht human, dass die Nato in einer Zeit, in der sich die Ukraine faktisch im Bürgerkrieg befindet, ihre militärische Unterstützung für das Kiewer Regime demonstriert“, sagte Iwaschow. Das russische Verteidigungsministerium seinerseits kündigte ebenfalls ein großes Militärmanöver für September an. Geplant sei eine Übung mit mehr als 4000 Soldaten und einer großen Anzahl von Militärtechnik in Westsibirien, sagte Major Dmitri Andrejew.

Kommentare zu " +++ Blog zur Ukraine-Krise+++: Bundeswehr beteiligt sich an Nato-Übung in Ukraine"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Jaz will die Mauer auf der falschen Seite bauen lassen.

  • Die Frauen haben Kekse verteilt und auf dem Maidan mit betroffenen Mienen spazierengegangen!

  • Ich spende freiwillig 10 Steine, wenn die Ukraine die Mauer nicht im Osten sondern im Westen baut.

    Diese Prekärer braucht niemand in der EU

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%