CSU-Generalsekretär
Griechland soll über EU-Austritt nachdenken

Griechenland tut sich schwer damit, nötige Reformen umzusetzen. Deshalb ist der CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt dagegen, dem Land weitere Finanzhilfen zu geben. Stattdessen gibt er einen guten Rat.
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Düsseldorf/BerlinCSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt rät Griechenland angesichts der Schwierigkeiten des Landes bei der Umsetzung der Reformmaßnahmen zu einem freiwilligen Austritt aus der Eurozone. „Wenn Griechenland nicht den nötigen Umsetzungswillen für die unumgängliche Sanierung des Landes aufbringt, dann sollte man dort ernstlich über einen Neuanfang außerhalb der Eurozone nachdenken“, sagte Dobrindt der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“.

Weitere finanzielle Hilfen für Griechenland lehnt der CSU-Politiker derzeit ab. „Ohne echte und wirkende Sparmaßnahmen kann es kein Geld für Griechenland geben. So ist die klare Vereinbarung, und da gibt es keinen Spielraum.“

Laut „Bild“-Zeitung wächst in der schwarz-gelben Koalition der Widerstand gegen das geplante zweite Rettungspaket für Griechenland. Union und FDP müssten um eine eigene Mehrheit im Bundestag bangen. Vor allem bei CDU und CSU gebe es viel Unmut, schreibt die Zeitung.

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Kommentare zu " CSU-Generalsekretär: Griechland soll über EU-Austritt nachdenken"

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  • @Gaishirtle

    Und nach derzeitigem EU-Recht ist es ausgeschlossen, daß Staaten für Schulden anderer Staaten haften, ......

  • Nach der derzeitigen EU-Rechtslage ist ein Austritt aus der Eurozone nicht möglich. Folglich müsste Griechenland vorbereitend aus der EU austreten; damit der Austritt aus der Eurozone dann zwangsläufig folgt.

    Andererseits ist Ihr Einwand insofern berechtigt, dass EU-Recht sowieso nach Belieben gebogen und gebrochen wird, wenn es politisch von Vorteil scheint; man denke nur an die Maastricht-Kriterien.

  • Man muss sich fragen, ob Griechenland schon jemals in Europa gewesen ist. Wenn ein Grieche zum Arbeiten nach Amsterdam oder München geht, sagt er :" Ich gehe nach EUROPA arbeiten." Wie kompliziert das Verhältnis zwischen Byzanz (Ost-Rom) und Westrom ist sah man in dem blutigen Krieg zwischen Kroaten und Serben. Es hätte viel Einfühlungsvermögen bedurft um die Griechen im Abendland heimisch werden zu lassen. Unser Tagtraum ist, dass Griechenland noch die Wiege eines Gesamteuropas ist.
    Die Griechen leiden offenbar nocht unter dem Trauma, dass ein fränkisches Heer Konstantinopel belagert um es auszuplündern. Das obwohl sie wissen, dass das schon über tausen Jahre her ist, Konstantinopel Istanbul heißt und die byzantinischen Schätze bei schweizer Banken lagert. Hört auf zu träumen. Schaut auf die Realitäten!

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