+++ Liveblog +++
Ukraine verhandelt mit dem IWF über Kredit

Die deutsche Wirtschaft klagt: Die Krim-Krise zwingt Unternehmen dazu, Investitionen in Russland vorerst auf Eis zu legen. Die G7-Staaten versuchen dagegen, den russischen Präsidenten Wladimir Putin weiter zu isolieren.
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In Den Haag geht das Treffen der Staats- und Regierungschefs weiter. Laut Programm geht es um die nukleare Sicherheit, am Rande in zahlreichen Gesprächen jedoch um die Krim-Krise. Die G7 versuchen Russland weiter zu isolieren – doch die deutsche Wirtschaft ist alarmiert. Die Ereignisse des Tages im Liveblog.

+++Auch Norwegen stoppt militärische Beziehungen mit Russland+++
Das Nato-Mitglied Norwegen hat alle militärischen Beziehungen mit Moskau bis Mai ausgesetzt. Abgesagt wurde unter anderem ein Besuch von Russlands Marinechef und Verteidigungsminister sowie die russische Teilnahme an den Feiern zum zweihundertjährigen Bestehen der norwegischen Marine und an einem norwegischen Militärfest, wie das Wehrressort in Oslo mitteilte. Ein gemeinsam von Norwegen, den USA und Russland für Mai geplantes Manöver war bereits zuvor gekippt worden. Verteidigungsministerin Ine Erikson Soereide kündigte an, Norwegen werde Ende Mai seine militärische Kooperation mit Russland im Licht der Entwicklung in der Ukraine überprüfen. Man werde dies auch mit den Nato-Partnern diskutieren.

+++Merkel warnt vor falschen Signalen durch Ukraine-Krise+++
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat davor gewarnt, dass die Ukraine-Krise auch Auswirkungen auf andere Krisenherde in der Welt haben könnte. „Das ist mit Sicherheit ein sehr schlechtes Beispiel“, sagte Merkel am Dienstag in Den Haag mit Hinweis auf das russische Vorgehen auf der Halbinsel Krim. Gerade Russland habe sich für die Sicherheit der territorialen Integrität der Ukraine im Budapester Memorandum 1994 „in ganz besonderer Weise“ verpflichtet - und verletze diese Zusage nun. „Ich hoffe nicht, dass das Schule macht. Aber die Gefahr ist da“, sagte Merkel.

+++Trotz Ukraine-Krise: Manifesta-Kunstbiennale kommt nach Petersburg+++
Trotz der Krise zwischen Russland und dem Westen soll die europäische Kunstbiennale Manifesta wie geplant in der russischen Stadt St. Petersburg veranstaltet werden. Vom 28. Juni bis 31. Oktober würden in der Eremitage Werke von aktuellen Künstlern aus Russland, der Ukraine und dem Westen ausgestellt, teilten Chefkurator Kasper König, der frühere Direktor des Kölner Museums Ludwig, und Eremitage-Direktor Michail Piotrowski am Dienstag mit. „Brücken und kulturelle Verbindungen zu erhalten, ist heute sehr wichtig, besonders weil die Lage nicht gerade förderlich ist“, wurde Piotrowski in einer Pressemitteilung der Organisatoren zitiert. Die Manifesta angesichts der eskalierenden Krise um die Ukraine abzusagen, wäre ein „Zeichen der Resignation“, sagte König.

+++Ukraine verhandelt mit dem IWF über Kredit+++

Die Ukraine führt Gespräche mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über einen Kredit in Höhe von 15 bis 20 Milliarden Dollar. Sie erwartet einen Rückgang der Wirtschaftsleistung 2014 um drei Prozent nach einer Stagnation im vergangenen Jahr.

+++Russland sagt vierte Anleiheauktion in Folge ab+++
Die Krim-Krise erschwert Russland die Kapitalaufnahme. Der Kreml hat am Dienstag die vierte Auktion von Staatsanleihen in Serie abgesagt. In einer auf der Internetseite veröffentlichten Mitteilung begründet das Finanzministerium die Entscheidung mit „unvorteilhaften Marktbedingungen“. Investoren ziehen massiv Kapital aus Russland ab, das treibt die Zinsen in die Höhe. Russische Experten sagen jedoch, dass das Land derzeit nicht auf frische Mittel angewiesen sei. Dmitry Dudkin, der die Anleihenanalyse des Finanzunternehmens UralSib in Moskau leitet, erklärte, die Regierung könne bis zur Jahresmitte ohne Anleiheauktionen auskommen.

+++USA sichern Ukraine erneut Schutz zu+++
Die USA haben ihre Verantwortung für den Schutz der Ukraine bekräftigt. Rund 20 Jahre nach der Unterzeichnung des Budapester Memorandums sicherten die Vereinigten Staaten der ehemaligen Sowjetrepublik erneut ihren Einsatz für die Unabhängigkeit, Souveränität und die bestehenden Grenzen zu. In einer gemeinsamen Erklärung am Rande des Atomgipfels in Den Haag betonten Washington und Kiew, dass dazu auch die Krim gehöre. Russlands „versuchte Annexion“ der Halbinsel werde nicht anerkannt.

+++Russland erwartet massive Kapitalflucht+++
Die Krim-Krise lässt Investoren aus Russland fliehen – der Kreml rechnet mit massiven Kapitalabflüssen. Vizewirtschaftsminister Andrej Klepach erwartet einem Bericht der „Financial Times“ zufolge, dass im ersten Quartal bis zu 70 Milliarden US-Dollar (51 Milliarden Euro) abgezogen wurden. Das würde bedeuten, dass innerhalb von drei Monaten mehr Geld das Land verlassen hätte als im gesamten letzten Jahr. 2013 waren 63 Milliarden Dollar aus Russland abgeflossen.

+++Kreml nennt Gipfel-Absage „kontraproduktiv“+++
Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat laut russischen Nachrichtenagenturen erklärt, die Entscheidung der Westmächte, statt in Sotschi nun im G-7-Format ohne Russland in Brüssel zu tagen, schade allen Beteiligten. Die Absage sei „kontraproduktiv“. Russland sei aber weiterhin an einem Dialog und einer Zusammenarbeit mit den G-7-Staaten interessiert.

++Ukrainischer Verteidigungsminister zurückgetreten++
Der kommissarische ukrainische Verteidigungsminister Igor Tenjuch ist zurückgetreten. Das Parlament in Kiew nahm seinen Antrag am Dienstag an.

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Krim-Krise trübt Geschäftsklima ein

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  • ich kann mir gut vorstellen das die zopffrau (freundin von erika) bei den nächsten auftretenden schmerzen (egal warum) die berliner charite auf mios verklagt.
    Oder???? Achnee, die zopffrau wird nur bei erika anrufen und sich beschweren, dann bekommt sie ein schweizer kto mit geklauten steuergelder michels.

  • Wenn die deutsche Wirtschaft schrumpft, hat das auch den Vorteil, dass Deutschland seinen milliardenschweren Rettungswahnsinn in die Tonne hauen kann. Bereits die notwendigen Investitionen in die deutsche Infrastruktur sind nicht mehr nachzuholen. Das alles ist größter Verrat durch unsere sogenannten Volksvertreter. Das ist mehr als dilettantisch.

  • @adelheid: seh ich richtig das sie fürs regime arbeiten?

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