++ Liveblog zur Griechenland-Krise ++
Tsipras verschenkt fast 13 Milliarden Euro

Die europäischen Hilfsgeldzahlungen sind ausgelaufen. Als erstes Industrieland ist Griechenland beim IWF in Zahlungsverzug. Fitch stuft die Bonität herab. Tsipras hält sein Volk bei Laune. Die Ereignisse im Liveblog.
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Die Euro-Zone steht vor einer gewaltigen Erschütterung. Athen steuert auf die Pleite zu. Die Notenbank führt Kapitalverkehrskontrollen ein. Die Menschen gehen zu Hamsterkäufen über, Schlangen bilden sich an Apotheken und Tankstellen. Die griechische Regierung wehrt sich gegen einen möglichen Grexit – will aber auch dem IWF an diesem Dienstag die Zahlung verweigern. Alle Ereignisse des Tages im Liveblog.

+++ „Geld ist nur Papier“ +++
Verzweifelte Sparer stehen vor den griechischen Geldautomaten an, Rentner warten vergeblich auf ihre Pensionen, die Griechen haben Angst um ihr Geld, sie fürchten den Staatsbankrott. Aber Stathis Leoutsakos, Parlamentsabgeordneter der radikal-linken Regierungspartei Syriza, zerstreut die Sorgen seiner Landsleute: „Geld ist nur Papier, und das wird sich finden“ verkündet Leoutsakos, der im Zentralkomitee und Politbüro von Syriza sitzt. In einem Rundfunkinterview bekräftigte Leoutsakos das Nein der Regierung in der Volksabstimmung am kommenden Sonntag: „Wir sind entschlossen, diesen Weg zu gehen – um jeden Preis.“

+++ Offizielle Mitteilung: Griechenland beim IWF in Zahlungsverzug +++

Als erstes Industrieland ist Griechenland beim Internationalen Währungsfonds (IWF) in Zahlungsverzug geraten. Der IWF bestätigte am Dienstagabend (Ortszeit) in Washington, dass Athen die fällige Kreditrate von 1,5 Milliarden Euro nicht fristgerecht überwiesen habe. "Wir haben unseren Exekutivrat darüber informiert, dass Griechenland jetzt im Zahlungsrückstand ist und nur dann eine IWF-Finanzierung erhalten kann, wenn dieser Rückstand beseitigt ist", erklärte IWF-Sprecher Gerry Rice. Zuvor hatte sich die griechische Regierung noch um eine Fristverlängerung bemüht.

+++ Tsipras verschenkt fast 13 Milliarden Euro +++

Als der Minutenzeiger umsprang auf 24.00 Uhr, hat der griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras 12,7 Milliarden Euro verschenkt. Mit Anbruch dieses Mittwochs läuft das bereits zwei Mal verlängerte Hilfsprogramm der EU für Griechenland aus. Das IWF-Programm, an dem weitere Milliarden hängen, läuft hingegen erst im März 2016 aus.

Damit verfallen am Mittwoch 1,8 Milliarden Euro an Hilfskrediten, die Griechenland noch zustehen, aber seit August 2014 zurückgehalten werden, weil das Land mit seinen Reformversprechen im Rückstand ist. Auch 10,9 Milliarden Euro, die im zweiten Rettungspaket für die Rekapitalisierung der griechischen Banken vorgesehen waren, aber bisher nicht benötigt wurden, gehen nun verloren.

Dass Tsipras auf die Hilfsgelder verzichtet, ist bemerkenswert. Er hätte das Geld gut gebrauchen können. Am Dienstag ließ Athen eine Frist zur Tilgung von älteren Krediten des Internationalen Währungsfonds über knapp 1,6 Milliarden Euro verstreichen. Athen ist damit nun im Zahlungsverzug gegenüber dem IWF, der erste Schritt in den Staatsbankrott. Das mag Tsipras noch als heldenhaft hinstellen. Aber wie will er den griechischen Rentnern erklären, dass sie nun auf ihr Geld warten müssen? Die Pensionäre der Freiberufler-Rentenkasse OAEE bekommen am morgigen Mittwoch nur die Hälfte ihrer Monatsbezüge für Juli ausbezahlt – die Kasse des Rentenfonds ist leer.

+++ Fitch stuft Griechenland herunter +++

Die Ratingagentur Fitch hat Griechenland fast bis zum Ende der Schrottskala durchgereicht: Unmittelbar vor Auslaufen des EU-Rettungsprogramm um Mitternacht wurde das hoch verschuldete Land nur noch eine Stufe über dem völligen Bankrott eingestuft, wie Fitch mitteilte. Die die Bonität Griechenlands fiel eine Stufe auf "CC" von "CCC".

+++ Tsipras verschenkt Freifahrkarten +++

Die Staatskassen in Athen sind leer, hunderttausende Rentner warten auf ihre Pensionen, aber Premier Alexis Tsipras will das Volk bei Laune halten vor dem Referendum am kommenden Sonntag. Nachdem Tsipras bereits am Dienstag einen Nulltarif bei den öffentlichen Verkehrsbetrieben in Athen einführte, bekommen die Griechen ab Mittwoch 50 Prozent Nachlass auf alle Fahrkarten der staatlichen Eisenbahngesellschaft OTE. Der Rabatt soll den Menschen angeblich die Teilnahme an der Volksabstimmung am Sonntag erleichtern. Aber muss man dafür schon am Mittwoch mit dem Zug fahren?

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  • Die EUDSSR ante porta: Es zeigt sich ganz deutlich am Schicksal Griechenlands, einem Kernland des kulturellen Europa: Die ursprünglichen Vorstellungen vom Europa der Vaterländer, ein freiwilliger Zusammenschluss, der die jeweilige kulturelle Tradition der Einzelstaaten überarbeitet und alles ausgrenzt, was dem Kulturaustausch und der Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Entwicklung einer humanistischen Kultur in jeweils eigener Verantwortung bisher im Wege stand und Konfliktstoff der Vergangenheit war und immer noch ist mit dem Ziel: Endlich eine Versöhnung von Geist und Natur in Europa gemeinsam zu erreichen, ist endgültig gestorben. Griechenland soll die europäische Union verlassen, weil es mit der Zwangsvereinigung über eine genetisch kranke Währung nicht auskommt, was eigentlich von Anfang an, und nicht nur für Griechenland, klar war. Wer das fordert? Der Wirtschafts- und Finanzminister der Eurozone, als Group 30 Mann unbedingter Vertreter des US- Großkapitals wie Kollege Timothy Geitner, das auch weltweit weiterhin die Fäden ziehen will, Draghi, und sein Adlatus mit viel Erfahrung mit der „Steuervereinfachung“ internationalen Großkapitals, Juncker, ist dazu entschlossen: whatever it takes – es baden ja immer andere aus, insbesondere die europäische Mittel- und Unterschicht; Und die Vertreter humanistisch motivierter und deshalb notwendigerweise basisorientierter demokratischer Umgangsformen – Eine in jeder Beziehung traurige Bilanz der politischen Arbeit von 27 Jahren. In vielen europäischen Ländern sind Kräfte aufgestanden, die ein deutliches Zeichen gegen ein „weiter so“ gesetzt haben, aber zurzeit formieren sie sich noch in der Phase der Sinnfindung - Wer weis, wie lange noch?

  • Griechenland ist pleite
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    Tsippras schickte einen Bettelbrief an die Eurokraten in dem er um eine Verlängerung des 2. "Hilfspatetes" bat.
    Gleichzeitig bat er um eine Umwidmung der noch ausstehenden "Hilfsmittel" aus dem EFSF und ein 3. "Hilfspaket".
    Desweiteren forderte er einen 2. Schuldenschnitt.

    Tsipras bettelte auch bei der EZB um eine Erhöhung der "ELA-Kredite". Darüber will die EZB heute entscheiden.

    Schon Anfang Juni hatte Griechenland seine Rate von 300 Millionen nicht an den IWF zurückgezahlt und um eine Zusammenlegung der Schulden auf den 30.Juni gebeten. Dieser Bitte hat der IWF entsprochen. Griechenland hat nicht gezahlt!

    Standard & Poor's hat Griechenland von CCC auf CCC- herabgestuft.
    Fitch von CCC auf CC.

    Griechenland ist jetzt im Zahlungsverzug.
    Somit müssten alle Ratingagenturen Griechenland auf C herabstufen.

    Varoufakis droht im Falle eines Grexit mit einer Klage vor dem EuGH.

  • Können unsere politisch erfahrenen Schwergewichte, Dr. Merkel und Dr. Schäuble, die unser vollstes Vertrauen als hochqualifizierte Investmentbanker und Leistungsträger in Deutschland mit 6 bis 7-stelligen Beträgen im Jahr an den Fiskus genießen, diesen Flachpfeifen und Dilettanten Tsipras und Co. nicht mal Nachhilfe geben ?

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