„Yankees go home!“
Venezuela weist US-Diplomaten aus

Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela werden immer schwieriger. Staatschef Nicolás Maduro hat nun drei US-Diplometen des Landes verwiesen. Ihnen wird vorgeworfen, in „Sabatoge-Akte“ verwickelt zu sein.
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CaracasVenezuelas linker Staatschef Nicolás Maduro hat drei US-Diplomaten mit sofortiger Wirkung des Landes verwiesen. Er warf den Angehörigen US-Botschaft vor, in „Sabatoge-Akte“ verwickelt zu sein. „Yankees go home! Raus aus Venezuela!“, rief Maduro am Montag (Ortszeit) bei einer Armee-Veranstaltung im Nordwesten des Landes.

Die Diplomaten Kelly Keiderling, Elizabeth Hunderland und David Mutt hätten 48 Stunden Zeit, das Land zu verlassen. Maduro warf den Diplomaten vor, sie hätten gemeinsam mit der venezolanischen Opposition Pläne geschmiedet, die Wirtschaft und die Stromversorgung des Landes zu sabotieren.

Sie hätten sich mit Angehörigen der „extremen Rechten“ in Venezuela getroffen, diese finanziert und ermutigt. „Ich habe Beweise in meinen Händen“, sagte Maduro.

Die Beziehungen zwischen den USA und Venezuela sind schon seit der Amtszeit von Maduros verstorbenem Vorgänger Hugo Chávez äußerst schwierig. Seit 2010 gibt es in den Ländern keinen Botschafter des jeweiligen anderen Staates mehr.

Im März dieses Jahres wurden zwei US-Militärattachés in Venezuela unter dem Vorwurf ausgewiesen, einen Sturz der Chávez-Regierung geplant zu haben. Daraufhin hatte die USA zwei venezolanische Diplomaten des Landes verwiesen. Der neue Vorfall dürfte die Beziehungen weiter belasten. Kürzlich hatte eine zwischenzeitliche Verweigerung der Überflugrechte seitens der US-Behörden für eine Maschine mit Maduro an Bord für Irritationen in Venezuela gesorgt. Washington wies die Darstellung zurück.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " „Yankees go home!“: Venezuela weist US-Diplomaten aus"

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  • Aber nicht aus reiner Nächstenliebe, sondern eher als Bollwerk gegen den Stalinismus bzw. dem sozialitischen Deutschland. Bevor sie aber uns geholfen haben, gabs erstmal ein Spießrutenlaufen in den Rheinwiesenlagern, das vergisst man auch gerne.

  • BRAVO Maduro, kann man da nur sagen. Schmeisst diese Amibrut raus aus dem Land. Im Gegensatz zu den meisten Landesführern hat er den Mut sich gegen diese Kriegsverbrecherbrut zu stellen, dafür gebührt ihm Respekt.

  • Respekt, Venezuela zeigt, dass es ein wirklich souveränes Land, und zwar im rechtlichen Sinne aber auch im ideellen Sinne, ist!

    Bei uns in Deutschland dagegen...

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