100 Tauchtouristen werden vermisst
Riesenwelle macht Ferienparadies Thailand zur Hölle

Ein Augenzeuge der Flutwelle in Südasien hat die Situation in der thailändischen Stadt Phuket als katastrophal beschrieben.

HB BANGKOK. „Der Boden fing an zu wackeln, die ganzen Thai-Leute kamen uns entgegen gelaufen und haben geschrien „water comes, water comes, water comes“, sagte der aus Thailand zugeschaltete Journalist Chris Arend am Sonntag im ZDF. „Überall war Panik. Ich habe mich umgedreht und sah nur noch Autos und Mopeds durch die Lüfte fliegen. Es war eine absolute Katastrophe, man kann es sich gar nicht vorstellen.

„Wir sind wirklich um unser Leben gerannt. Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben solch eine Todesangst gehabt“, sagte Arend. „Wo gestern Abend noch Menschen gesessen und gefeiert haben, ist heute ein absoluter Trümmerhaufen. Phuket, eine Stadt, wo eine Hochsaison zur Zeit ist, ist zerstört.“ Aus der Ferne habe er gesehen, dass Leichen am Strand gelegen hätten.

Mit am schwersten verwüstet ist auf Phuket der Strand von Patong, wo mindestens 32 Menschen ums Leben kommen und 500 verletzt werden. Mit einer Sehnenzerrung davon kommt die 22 Jahre alte Natalia Moyano aus Sydney. „Das Wasser stieg immer höher“, beschreibt sie die Augenblicke des Schreckens. „Erst langsam, dann aber ging es sehr plötzlich hoch. Ich versuchte, über einen Zaun zu springen, aber er stürzte ein.“ Noch katastrophaler wütet die Flutkatastrophe - ausgelöst von einem Erdbeben der Stärke 8,9 unter dem Meeresgrund vor Sumatra - in Sri Lanka und Indien. Insgesamt verlieren an diesem Sonntag mehrere tausend Menschen ihr Leben.

In Thailand hätte die Bilanz weit schlimmer ausfallen können, da die Katastrophe das Land auf dem Höhepunkt der Feriensaison ereilt. Aber viele Touristen sind zum Zeitpunkt der Flut noch beim Frühstück. Andere werden von lauten Rufen und Schreien aus dem Schlaf geweckt.

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