12 500 Wahlbeobachter in der Ukraine
Wählerumfragen sehen Juschtschenko vorn

Bei der wiederholten Präsidentenwahl in der Ukraine sehen Wählerbefragungen den Oppositionskandidaten Viktor Juschtschenko vorn.

HB KIEW. Nach Schließung der Wahllokale am Sonntagabend lag Juschtschenko in mehreren verschiedenen Befragungen (exit polls) jeweils um mehr als zehn Prozentpunkte vor seinem Kontrahenten Viktor Janukowitsch.

Nach Angaben der Umfragefirma Sozmonitoring entfielen auf den Oppositionsführer 58,1 Prozent, auf den beurlaubten Regierungschef 38,4 Prozent. Das renommierte Kiewer Rasumkow-Institut übermittelte ein Umfrageergebnis von 56,5 Prozent für Juschtschenko und 41,3 Prozent für Janukowitsch. In einer Wählerbefragung durch die Agentur Interfax lag Juschtschenko bei 53 Prozent und Janukowitsch bei 41,3 Prozent. Die zentrale Wahlleitung in Kiew hat erste aussagekräftige Auszählungsergebnisse für Montag früh angekündigt.

Die Wahl fand unter der Aufsicht von mehr als 12 500 internationale Beobachtern statt. Der Stab des Oppositionsführers Viktor Juschtschenko sprach von „deutlich weniger Fälschungen“ als bei der annullierten Stichwahl vor einem Monat. Dagegen beklagte das Lager des beurlaubten Regierungschefs Viktor Janukowitsch deutliche Einschränkungen für behinderte Wähler.

Zur als Schicksalsabstimmung zwischen der Europäischen Union und Russland bezeichneten Präsidentenwahl schickte die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) die größte Beobachtermission ihrer Geschichte in die Ukraine. Aus dem Nachbarland Polen reisten ebenfalls mehr als 1000 Experten als Wahlbeobachter an. Ungeachtet des Termins am zweiten Weihnachtstag entsandte auch das Auswärtige Amt in Berlin 110 Beobachter.

Die beiden Kandidaten gaben sich bei der Stimmabgabe in Kiew zuversichtlich. „Heute siegt die Demokratie“, betonte der an den Folgen eines Giftanschlags leidende Juschtschenko. Sein Kontrahent Janukowitsch verkündete optimistisch, das Volk der Ukrainer werde die richtige Wahl treffen. Die Stichwahl vom 21. November war auf Grund von Fälschungen zu Gunsten von Janukowitsch annulliert worden.

Seite 1:

Wählerumfragen sehen Juschtschenko vorn

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%