12 Sicherheitskräfte und 25 Taliban getötet
Blutige Zusammenstöße in Afghanistan

Gerade drei Monate ist es her, da galt Afghanistan als Musterbeispiel für erfolgreiches Nation-Building von Amerikas Gnaden. Inzwischen ist die Ernüchterung groß: Fast täglich gibt es Meldungen über Gefechte, Entführungen, Exekutionen. Der

HB KABUL/WASHINGTON. Nach Angaben der Behörden vom Samstag griffen Aufständische einen Polizeikontrollpunkt an und töteten vier Beamte. Bei anschließenden Kämpfen kamen weitere zwei Polizisten und mindestens 25 Rebellen ums Leben. Bei einem anderen Zwischenfall wurden am Samstag vier Polizisten und zwei Soldaten getötet, als ein Konvoi im Südosten des Landes auf eine Mine fuhr. In dem Konvoi befanden sich auch Fahrzeuge der UN und von Wiederaufbauteams, deren Insassen unverletzt blieben.

Unterdesen wurde ein Mitglied einer Gruppe von US-Soldaten gerettet, die seit Dienstag im umkämpften Nordosten Afghanistans vermisst wird. Der US-Sender CNN meldete am Sonntag unter Berufung auf das US-Militär weiter, der Gerettete sei „dem Feind“ entgangen. Über die Umstände der Rettungsaktion wurde mit Blick auf die noch vermissten Kameraden des Soldaten zunächst nichts bekannt gegeben.

Die Gruppe war während einer Aufklärungsmission im Osten der gebirgigen Provinz Kunar verschollen, in der sich die US- Streitkräfte heftige Kämpfe mit Rebellen liefern. Ein zur Unterstützung der Soldaten entsandter Hubschrauber mit Mitgliedern einer Spezialeinheit war von den Aufständischen abgeschossen worden. Alle 16 Menschen an Bord kamen dabei ums Leben.

Die afghanische und die indische Regierung zeigten sich indes nach Angaben des Außenministeriums in Neu Delhi besorgt über die Sicherheitslage in Afghanistan. Der afghanische Außenminister Abdullah Abdullah war am Sonntag zu Gesprächen mit seinem indischen Amtskollegen Natwar Singh in Neu Delhi. In den vergangenen drei Monaten kamen bei Zusammenstößen in Afghanistan Hunderte Rebellen sowie Dutzende Angehörige der Sicherheitskräfte und Zivilisten ums Leben.

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