14 Personen wurden verletzt
Kolumbien: Vier Tote bei Bombenanschlag

Ein Sprengsatz ist am Donnerstagabend vor der Universität der kolumbianischen Großstadt Medellín explodiert. Dabei sind vier Menschen getötet und 14 weitere verletzt worden, berichtete der Radiosender Caracol unter Berufung auf die Behörden.

HB BOGOTA. Es werde nicht ausgeschlossen, dass es sich bei einem der Toten um den Bombenleger handelte. Der Anschlag sei vermutlich nicht gegen die Uni gerichtet gewesen und der Sprengsatz vorzeitig explodiert.

Bei einem zweiten Bombenanschlag in einem Geschäftsviertel der Millionenmetropole etwa 400 Kilometer nordwestlich von der Hauptstadt Bogotá entstand erheblicher Sachschaden. Wie in Kolumbien üblich bekannte sich niemand zu den Taten. In Medellín sind Stadtguerilla, rechte Paramilitärs und Drogenkartelle aktiv.

In Cali, der drittgrößten Stadt im Südwesten des Landes, waren zuvor mehrere Polizisten bei Bombenanschlägen leicht verletzt worden. Kolumbiens Sicherheitsbehörden befinden sich seit längerem in erhöhter Alarmbereitschaft, weil die größte Rebellegruppe, die marxistischen „Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens“ (FARC) mit Anschlägen im Zusammenhang mit dem 40. Jahrestag ihrer Gründung Ende Mai gedroht haben soll. Dem Konflikt sind Schätzungen zufolge mindestens 250 000 Menschen zum Opfer gefallen.

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