15 französische Minister ernannt
Sarkozys Mannschaft steht

Der seit wenigen Tagen amtierende französische Präsident Nicolas Sarkozy hat seine Mannschaft um sich geschart. Unter den insgesamt 15 Ministern sind sieben Frauen. Außenminister und EU-Beauftragter der französischen Regierung wird ein Mann, der sich seine Sporen an besonderer Stelle verdient hat.

HB PARIS. Mit acht Ministern und sieben Ministerinnen will der neue französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy seine Reformagenda umsetzen. Der Élysée-Palast verkündete am Freitag die Ernennung des schlanken „Kabinetts der Öffnung“ von Premierminister François Fillon. Zum Außenminister berief der Konservative den populären Sozialisten und Gründer von Ärzte ohne Grenzen, Bernard Kouchner. Er hat auch die Zuständigkeit für die EU erhalten.

Einziger Staatsminister und damit Nummer zwei der Regierung wird Expremier Alain Juppé. Er leitet künftig das Ressort Umwelt und nachhaltige Entwicklung. Das Innenministerium, das Sarkozy vor der Präsidentschaft vier Jahre lang führte, übernimmt die bisherige Verteidigungsministerin Michèle Alliot-Marie. Sarkozys Wahlkampfsprecherin Rachida Dati wird Justizministerin.

Zum Superminister für Wirtschaft, Finanzen und Arbeit ernannte Fillon den bisherigen Sozialminister Jean-Louis Borloo. Der langjährige Sarkozy-Vertraute Brice Hortefeux leitet ein neues Ministerium für Einwanderung, Integration und nationale Identität. Sarkozys Initiative zu dem Ministerium hatte ihm im Wahlkampf heftige Kritik eingebracht.

Durch die Einbindung von Persönlichkeiten jenseits seiner rechtsbürgerlichen UMP will Sarkozy die Akzeptanz für seine Politik verbreitern. Dafür steht neben dem früheren linken Gesundheitsminister Kouchner auch Hervé Morin, bisheriger Fraktionschef der Zentrumspartei UDF. Morin wurde zum Verteidigungsminister ernannt.

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