15 Verdächtige festgenommen
Afghanischer Vize-Präsident entgeht Attentat

Die neue Welle der Gewalt in dem gebeutelten Land rollt weiter. Dieses Mal war Nematuallah Schahrani das Ziel der Angreifer.

HB KABUL. Der afghanische Vize-Präsident Nematuallah Schahrani ist am Montag knapp einem Attentatsversuch entgangen.

Schahrani, einer von vier Vize-Präsidenten der afghanischen Interimsregierung, sei auf dem Weg in die Provinz Kundus im Norden gewesen, als der Sprengsatz in der Nähe seines Konvois explodiert sei, sagte der Gouverneur der Provinz, Mohammed Omar Chan. Die afghanischen Behörden nahmen daraufhin 15 Verdächtige fest, die Verbindungen zur Moslem-Extremistengruppe Al-Kaida haben sollen.

Erst vergangene Woche war Präsident Hamid Karsai nur knapp einem Attentat entgangen. Auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung war sein Hubschrauber von einer Rakete beschossen worden. Taliban-Kämpfer und andere radikal-islamische Gruppierungen einschließlich Al-Kaida werden für die neue Welle der Gewalt verantwortlich gemacht. Sie werden beschuldigt, vor der für den 9. Oktober angesetzten Präsidentenwahl zahlreiche Afghanen getötet zu haben, um die ersten freien Wahlen des Landes zu verhindern.

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