16 Leichen mit Augenbinden gefunden
Chef von Olympischem Komitee im Irak verschleppt

Der Chef des irakischen Olympischen Komitees und mindestens 30 Mitarbeiter sind in Bagdad verschleppt worden, berichtete die Polizei am Samstag.

HB BAGDAD. Die Angreifer hätten die Büros in einem Kulturzentrum der irakischen Hauptstadt gestürmt und Ahmed al Hidschija sowie seine Mitarbeiter entführt, sagte Polizeisprecher Thair Mahmud. Die Bewaffneten hätten Polizeiuniformen getragen.

Die irakische Polizei hat unterdessen 16 Leichen an mehreren Orten südlich von Bagdad gefunden. Es handle sich um Zivilisten, die erschossen wurden, teilte die Polizei am Samstag in Hillah mit. Sie trugen alle Augenbinden und Handschellen.

Über mögliche Täter wurde zunächst nichts bekannt. Die Leichen wurden in Alexandria, Latifija und Jarf al Sakhr gefunden. Bei Gefechten in Bagdad wurden unterdessen elf Menschen verletzt.

Bewaffnete haben dem Militär zufolge am Freitag einen Kontrollpunkt überfallen und zwölf Soldaten getötet. Ein weiterer Soldat sei bei dem Angriff südlich der Stadt Kirkuk verletzt worden, sagte Generalmajor Anwar Hamad Amin.

Die Aufständischen seien mit Panzerabwehrraketen und Maschinengewehren bewaffnet gewesen. Das Verteidigungsministerium in Bagdad bestätigte den Vorfall, erklärte jedoch, keine Details zu haben.

Sunnitische Aufständische haben wiederholt militärische Kontrollposten in und um die nördliche Stadt Kirkuk angegriffen. Mit den Attacken wollen sie eine Schwächung der von den USA gestützten Regierung unter dem schiitischen Ministerpräsidenten Nuri al-Maliki erreichen.

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