16 Minister
Griechenland hat wieder eine Regierung

Griechenland hat wieder eine Regierung: Der Übergangsregierungschef Pikrammenos hat sein Kabinett vorgestellt. Der neue Finanzminister ist ein ausgewiesener Finanzexperte. Fraglich ist, ob das die Bürger beruhigt.
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AthenDer griechische Übergangsregierungschef Panagiotis Pikrammenos hat am Donnerstag sein Kabinett vorgestellt. Finanzminister des hochverschuldeten Landes wird der Wirtschaftsexperte Giorgios Zanias, hieß es in einer am Morgen in Athen veröffentlichten Erklärung. Außenminister wird der 83-jährige Petros Moliviatis, der dieses Amt bereits von 2004 bis 2006 inne hatte. Neuer Verteidigungsminister wird der ehemalige Generalstabschef Frangos Frangoulis. Das aus 16 Ministern bestehende Kabinett hat noch am Donnerstagmorgen seinen Amtseid geleistet.

Zum ersten Mal in der jüngeren Geschichte des Landes wurden am Samstag auch Faschisten vereidigt. Die 21 Abgeordneten der „Goldenen Morgenröte“ betraten das Parlament im militärischen Gleichschritt in Zweieraufstellung, wie Augenzeugen berichteten. Die Partei hatte bei den Wahlen knapp sieben Prozent bekommen. Das Parlament soll an diesem Freitag ein Präsidium wählen und danach aufgelöst werden.

Zur Vereidigung hoben die Abgeordneten - wie im griechischen Parlament üblich - den rechten Arm mit zusammengelegtem Daumen, Zeige- und Mittelfinger, dem orthodoxen Symbol der Dreifaltigkeit. Die meisten Abgeordneten der radikalen Linken (Syriza) und der Kommunisten (KKE) taten dies nicht. Danach wurden drei Abgeordnete muslimischen Glaubens mit der Hand auf dem Koran vereidigt.

In der vom höchsten Richter des Verwaltungsgerichtshofes geführten Übergangsregierung übernimmt Georgios Zannias das wichtige Finanzressort. Der hohe Beamte hat eng mit allen bisherigen Finanzministern zusammengearbeitet und Griechenland in den vergangenen Jahren bei allen wichtigen Treffen in der EU vertreten. Mit dem Außenministerium wurde der erfahrene Karrierediplomat Petros Molyviatis betraut.

Der Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Frank-Walter Steinmeier, bezeichnete die Entwicklung in Griechenland als „besorgniserregend“. Trotz mehrfacher Versuche sei es nicht gelungen, eine stabile Regierung zu bilden. Wer jetzt in Populismus verfalle und leichtfertig über einen Austritt Griechenlands aus dem Euro spekuliere, spiele ein gefährliches Spiel. „Die griechischen Wählerinnen und Wähler haben es in der Hand. Ganz Europa hofft auf eine kluge und verantwortliche Entscheidung. Nicht nur für Griechenland hängt viel davon ab“, erklärte Steinmeier in Berlin.

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  • Griechenexperte:Bitte nicht schimpfen!
    Die Mentalitaet der Griechen ist"griechisch" and not German!

  • Der Herr ist also Finanzexperte.

    Dann frage ich mich, wo dieser Experte die ganze Zeit
    gesteckt hat oder war er an dem Chaos maßgeblich beteiligt,
    ist vielleicht auch noch "Bilanzexperte"?

    Also immer wenn ich von "Griechischen Experten" lese,
    kommt mich das kalte Grausen.

  • Die Brüsseler Schergen der internationalen Großbanken werden dies im Bunde mit Merkel und Schäuble und unter Führung und Anleitung Draghis so lange weiter tun, bis entweder ein nicht mehr handlebares "Ereignis" eintritt, es zu anhaltenden massiven gewalttätigen Ausschreitungen in mehreren EURO-Staaten gleichzeitig oder/und zum Zusammenbruch des internationelen Vertauens in die finanzielle Leistunsgfähigkeit der EZB - abgeleitet von selbiger der BRD - kommt.

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